Australien im Winter

von: uwee

Australien im Winter - 08.06.22 22:08

 




 Es ist viele Jahre her, dass ich Australien das erste Mal besuchte.
Zum Ende unseres Tiermedizin Studiums absolvierte ich mit meinem Freund Harry einige Monate lang ein Praktikum im Veterinary Departement der Universität von Melbourne.
Anschließend trampten wir noch acht Wochen lang fast um das ganze Land. Der australische Dollar war derzeit leider gerade sehr stark. Einen Mietwagen konnten wir uns von unserem BAföG leider nicht leisten.
Trotzdem eine tolle Zeit!
Einige Freundschaften von damals bestehen noch heute.
 


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Fremdes Bild in Link gewandelt.



   

 

Eigentlich hatten Isabel und ich geplant von Neuseeland kommend nach Melbourne zu fliegen.
Wollte natürlich noch einmal die alten Stätten besuchen.
Im "australischen Radforum" riet man uns allerdings ausnahmslos dringend davon ab die Tour in Melbourne zu starten. Im australischen Winter macht es dort im kühlen Süden Australiens wirklich keinen Spaß.
Viel Regen, viel Wind, kühl und nix los...
Man riet uns am besten nach Brisbane und an die Gold Coast zu fliegen.
Zumindest aber nach Sydney und dann von dort weiter in den wärmeren Norden.




   


 


   




   




   




   



Wie man sieht entschieden wir uns für Sydney!
Eine wirklich tolle weltoffene, lebendige Stadt.
Wir hatten auch das Glück gleich für den ersten Abend Karten für die Sydney Opera zu ergattern. Ein beeindruckendes Erlebnis.



   




Der Weg vom Airport in die Stadt war fast durchgehend angenehm zu fahren. Der Verkehr längst nicht so schlimm wie es uns von vielen Seiten angedroht wurde. Für uns deutlich angenehmer und sicherer als das Radeln in Neuseeland.




 

 



 

 


   



Drei Tage durchstreiften wir die Stadt. Unsere Favoriten waren die Schiffe, die im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. Mit ihnen kommt man in fast jeden Winkel der riesigen Metropole. Sightseeing eingeschlossen und dazu noch äußerst günstig.
Fahrradmitnahme gar kein Problem.


     



Unangenehm ist dagegen ansonsten in Australien die Fahrradmitnahme in Bussen, Zügen und Flugzeugen.
Entweder ist die Mitnahme ganz verboten, oder sie müssen in Kartons verpackt werden, die eine gewisse Größe nicht überschreiten dürfen. Das bedeutet dann für unsere großen Bikes sehr viel Schrauberei.
Am Start und am Ziel!


   




Ausnahme sind dabei allerdings die Züge innerorts und in die Vororte. Diese sind mitunter dann aber bisweilen bis zu 80km vom Zentrum entfernt.




   



 

 

Die Straßen waren angenehm zu befahren. Wenig Verkehr und angenehme Verkehrsteilnehmer. Das sahen einige australische Rennradler allerdings ganz anders. Fast jeder konnte von einem oder auch mehreren Unfällen berichten. Es wird hier viel Wert auf passive Sicherheit gelegt. Mit Helmen, Warnwesten und  Rückstrahlern.


 




   


Auch diese Verkehrsteilnehmer können Probleme bereiten. Einige davon kamen uns in hohem Tempo sehr nahe.



   




   



   




   


Immer wieder begegnen wir lärmenden Schwärmen von verschiedenen Kakadu Arten. Unsere besonderen Lieblinge sind dabei die lustigen Galahs (in Deutschland auch Rosakakadus genannt).




   


Die Farmen und Häuser sind weit verstreut. Da tun sich die Postboten leichter mit zentralen Postkästen.



 

 



 
 
 
Hier zwischen Sydney und Canberra gibt es genügend Unterkünfte und Verpflegung.



   




Und zumindest auf dieser Autobahn ist der Standstreifen auch der offizielle Radweg.




   




   




Wir sind nun bereits das dritte Mal auf unserer Reise in den Alpen. Nach unseren europäischen und den neuseeländischen nun in die Australischen Alpen, dem höchsten Teil der Great Dividing Range. Ihre höchste Erhebung ist der 2228m hohe Mount Kosciuszko.

Die Brindabella Range ist Teil der Snowy Mountains. Eine sehr ruhige fast menschenleere Gegend.



   




   

Viele Kilometer einsame Naturstraßen.



   



   



   



   




Schöne Campingmöglichkeiten gibt es en masse.
 


 

 


Wir sind auf dem Weg nach Wagga Wagga, wo mein alter Freund Kevin mit seiner Frau Maree wohnt. Viele Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen. Früher bereisten wir zusammen Australien und Europa.



   



An die vielen toten Kängurus an und auf den Straßen müssen wir uns erst gewöhnen. Es werden sicher viele hundert bis zum Ende unserer Tour werden.



 



Immer wieder passieren wir nun riesige Weingüter.




 





 





 









 



A new home away from home!

Einige Tage bleiben wir bei Maree und Kevin in Wagga Wagga.

Schön sich nach so vielen Jahren wiederzusehen. Und es fühlt sich an als wäre es erst gestern gewesen.



 



 


Das ist jetzt schon ein paar Jahre her. Der kleine Mann arbeitet mittlerweile als Arzt in einer Klinik.




Auch selber wurden wir nicht jünger... 



Von Wagga Wagga aus fahren wir erst einmal weiter bis nach Dubbo. Dort steigen wir (nach mühevollem Verstauen der Räder) in einen Bus, der uns nach Broken Hill bringt.

Davon berichte ich dann später...