Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien

von: veloträumer

Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien - 22.01.19 21:22

In Antwort auf: Keine Ahnung
In den Alpen ist bei langen Anstiegen die Messgenauigkeit größer als bei dem ständigen Auf und Ab z. B. im Mittelgebirge.

So scheint man zu glauben, trifft allerings nicht meine Erfahrungen. Auch im Hügelland überraschend genau bei barometrischer Messung. Kann man im Zweifel auch mit guten Karten mal exemplarisch nachmessen. Es helfen oft schon gute Überschlagsrechnungen, die Stimmigkeit zu prüfen. Eine weitere Bestätigung erhält man durch viele Messungen von identisch oder fast identischen Strecken über Jahre hinweg, wie ich es für Touren in der Heimatregion mache. Die Messwerte sind erstaunlich konstant, auch bei unterschiedlichen Wetterlagen und trotz nicht selten schlechter absoluter Höhenwerte.

In Antwort auf: Keine Ahnung
Eigentlich hätte ich bei Deinen Strecken sogar noch mehr Höhenmeter vermutet, aber Du wirst Dich sicher nicht über zu wenig Anstiege beschweren wollen grins

Ich lese da auch einen modernen Konflikt raus, demzufolge Höhenmeterwerte durch die Gewöhnung an zu große Werte wie auch Schwankungen durch GPS und digitale Rasterkarten, etwa schon bei der Planung, nicht mehr vergleichbar sind bzw. falsche Vorstellungen entwickelt werden. Es kommt hinzu, dass heute fast jeder zwar zig Werte bis zur Pulsfreuquenz seines Maskottchens misst, aber die Hintergundkenntnisse über das Was, Wie und Warum tatsächlich fehlen. Früher hat man sich spezielle Geräte gekauft, wenn man spezische Werte dokumentieren wollte und beschäftigte sich mit dem Thema. Heute spucken Geräte bzw. Apps soviel Daten aus, dass niemand die alle verstehen kann, aber zum Show-Room des homo digitaliensis gehören. Ich sag da auch gerne, Schuster, bleib bei deinen Leisten, auch wenn es meist ungehört verhallt.

Wieder ontopic: Die Höhenmeter macht man nur, wenn man auch konsequent Pässe an Pässe hängt. Zwar mögen manche Hügelfahrten anstrengend sein, machen aber nicht genügend Höhenmeter im Vergleich zu einem großen Pass bzw. kleineren, aber steilen Pässen. So hat Tom72 ja angesprochen, dass er z.B. die große Passroute in Guillestre verlassen hat. Konsequenterweise ist die Altnerative am Rande der Durance weniger Hm-fördernd, auch wenn nicht flach. In Sisteron hat er ebenso einen weiten Bogen Richtung Banon genommen, die stärker bergaffine Vaiante wäre durch die Montange de Lure gegangen. Bis Sault ist dann Hochebene, nicht flach, aber ohne große Höhenunterschiede. Schon weit oben im Bericht ist der Col de Lautaret ein extrem langestreckter Pass, der in Summe vergleichsweise wenig Höhenmeter ergibt, wenn man ihn ohne Abstecher von Grenoble aus weitgehend ausfährt.