Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien

von: veloträumer

Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien - 22.01.19 20:52

In Antwort auf: Tom72
Gemütliche Einkehr in Saint-Étienne-les-Orgues in einem typischen Provinz-Dorfbistro

Da habe ich ein Jahr zuvor gefrühstückt. schmunzel

In Antwort auf: Tom72
... bin wieder im Tal der Durance, das ich heute Mittag in Briançon verlassen habe. Es ist nun schon früher Abend, aber ich will heute noch bis Embrun am Ufer des Stausees Lac de Serre-Ponçon, kommen. Das sind noch etwa 20 eher eintönige und nicht ganz verkehrsarme Kilometer auf der Nationalstraße 94 im breiten und flachen Tal der Durance; ich strample zügig. Plötzlich untersagt völlig unerwartet ein Fahrradverbots-Schild die Weiterfahrt auf der N 94, und ich werde auf eine Nebenstraße gezwungen (D 994 H), die parallel den Hang erklimmt bis zum Ort Châteauroux-les-Alpes und dann wieder abwärts führt und kurz vor Embrun wieder auf die Hauptstraße im Durance-Tal stößt. Landschaftlich auf alle Fälle interessanter als die N 94, aber angesichts der späten Stunde (es ist inzwischen fast 20 Uhr) und der Tatsache, dass ich für heute seelisch nicht mehr auf weitere Höhenmeter eingestellt bin, kann ich diesen unfreiwilligen Abstecher nicht wirklich genießen (und habe daher auch keine Fotos mehr gemacht).

Solche Gewaltakte machen selten glücklich, wie ich mir auch immer mal wieder eingestehen muss. Wie du vielleicht meinem PACA-Bericht entnommen hast, ist dir auf diese Weise auch ein genüssliches Warmbad in den Becken von Le Plan de Phazy ebenso entgangen wie das kuriose Naturwunder von der Fontaine Pétrifiante de Réotier. Ohnehin hätte ich dir die andere Flussseite mit der D994D empfohlen. Ohne Phazy-Quelle, aber mit dem Schlenker über Réotier ließe sich so die N94 komplett umfahren. Die N94 bin auch mal komplett durchgerauscht, ohne deinen Schlenker (vermutlich damals auch noch kein Verbotsschild). Die Strecke der D944D südlich Saint-Clément-sur-Durance ist natürlich auch nicht flach, aber durchaus ohne größere oder heftige Steigungen. Sieht man gerade abends gut das Silberband der Durance als Flussmäander. Bevor es bei der Brücke rüber nach Embrun geht, gab es noch einen wohl ständigen Straßenstand mit besonderen Gebäck-/Brotspezialitäten aus Eigenproduktion.