Re: Paso Jama. San Pedro de Ata.(CHI)- Salta (ARG)

von: uwee

Re: Paso Jama. San Pedro de Ata.(CHI)- Salta (ARG) - 10.06.17 00:01







Ein letztes Mal kämpfen wir (vorläufig) mit Bergen, Wind und Wetter- und nun auch noch mit dem Verkehr in Argentinien... und den anderen Verkehrsteilnehmern...





Isabel in ihrem Element.





Stille Zuschauer.
Manchmal aber auch sehr laut, aber immer freundlich.












Leider wird auf den großen Straßen in Argentinien fürchterlich gerast.
Sicherlich fahren auch hier 90% der Verkehrsteilnehmer gesittet.
Aber 10% Raser, die viel zu schnell und viel zu dicht an uns vorbeifahren sind einfach zu viele. Und einige wollen uns zwingen den Asphalt zu verlassen und auf die unbefestigten Flanken der Straße auszuweichen, wie es auch die meisten einheimischen Radler tun.
Es wird deshalb auch wild gehupt und gerne dann auch noch der Stinkefinger gezeigt.
Anfangs sind wir konsterniert, später wütend und genervt.
Argentinien ist in weiten Teilen sicherlich schön und interessant, der Verkehr aber so nervig, die Busse so fahrradunfreundlich, dass wir große Teile dieses Landes beim nächsten Besuch lieber auslassen würden. Schade eigentlich.
Übrigens haben in dieser Situation sowohl wir wie auch die Vicunas überlebt.










Hier werden verunglückte oder anderweitig verstorbene Tiere nicht entsorgt- bzw. auf sehr natürliche Art...











Am Salar Grande wird das Salz in großem Stil abgebaut.





Fußball auf dem Salar.







...und wieder einmal heftigster Gegenwind.
Leider sieht man das den Fotos nicht an.
Und auch das Pfeifen und Heulen des Sturmes kommt nicht so richtig rüber.
Mit letzter Kraft erreichen wir auf alle Fälle das einzige Restaurant weit und breit.





An der argentinischen Flagge kann man eventuell den Gegensturm erahnen.





















... und dazu noch ein kühles Bier.
Wir sind schon wieder glücklich.











Dazu noch einen excellenten Windschutz nur 200m vom Restaurant entfernt.












Der Weg zu unserem letzten 4.000er Pass, dem mehr als 4200m hohen Paso Cuesta de Lipán.
Die Ruta 52, die wir seit der Grenze befahren, ist die nördlichste geteerte Passstraße für eine Andenüberquerung.
(Oder wurde zwischenzeitlich doch noch eine andere weiter nördlich asphaltiert? )
Auf alle Fälle die wichtigste Verbindung vom Norden Argentiniens und von Paraguay nach Nordchile. 80% der LKW`s haben ein Nummernschild von Paraguay.






Hier in Bayern liebt man den Wolperdinger.
Es gibt Wettbewerbe für den schönsten und ausgefallensten.
Vielleicht beteiligen wir uns beim nächsten Wettstreit mit diesem Exemplar.




(Es handelt sich hierbei um eine Hasenmaus oder auch Bergviscacha, ein Mitglied der Familie der Chinchillas. Sie leben in Höhen bis zu 5.000m.)











Nach diesem Bild- nicht weit von der Passspitze- musste die Kamera wasserdicht verpackt werden.
Es folgte ein Schneesturm und Nebel, dass wir von den nächsten 20 Kilomettern allenfalls die Mittellinie der Straße erkennen konnten- aber auch diese nicht immer.














Jetzt sind wir raus aus dem Schneesturm, unterhalb der Wolkendecke, und staunen wie kleine Kinder zu Nikolaus.













Der einzige Fernradler auf den fast 1.000 Kilometern von San Pedro de Atacama nach Salta.
Er lebt in Gibraltar, ist aber schon mehrmals in dieser Gegend unterwegs gewesen.
"Das Beste auf diesem Globus!"









Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.
Mitunter ist halt gar nicht so schlecht ohne irgendwelche Informationen unterwegs zu sein. Und dann unvermittelt und unerwartet durch ein Weltnaturerbe zu radeln.




























Am nächsten Tag fahren wir die selbe Strecke noch einmal.
Auf den Pass und zurück.














































Später haben wir Berichte gelesen von Fernradlern, die diese Strecke gefahren sind.
Keiner erwähnte diese Formen und Farben, die uns trunken machten.


































Purmamarca ist ein toller Ort von 2.000 Einwohnern mit vielen Freaks und Hippies, vielen Restaurants, einigen günstigen Unterkünften, vielen sündhaft teuren Herbergen und viel Livemusik.
So spät wie hier gingen wir in den gesamten fünf Monaten unserer Reise nicht ins Bett.








Waren jetzt leider doch sehr viele Bilder.
Eine kleine Fortsetzung folgt daher noch.



Uwe






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