Re: Oman

von: uwee

Re: Oman - 08.01.14 17:56











Wir sind jetzt auf dem Flughafen Muscat gut gelandet.
Dieser heißt zwar Airport Muscat liegt aber 40km von der "Hauptstadt" Muscat entfernt in Seeb- allerdings auch etwa 20km vom Stadtzentrum von Seeb entfernt.
Wir führen- wie immer- zu viele Sachen mit uns.
Außerdem bringen wir von Salalah Reisemitbringsel mit, hauptsächlich Weihrauch, wie uns versichert wird der beste der Welt.
Leider ist die Gepäckaufbewahrung im Airport geschlossen.
In einer Tankstelle wird das überflüssige Gepäck eingeschlossen
Zahlen dürfen wir dafür nicht- zum Glück nehmen sie am Ende wenigstens einige Naturalien an!


Es ist nicht ganz leicht die Autobahnen und Schnellstraßen zu vermeiden. Immer wieder sind wir zu deren Nutzung gezwungen. Meist wird relativ ordentlich gefahren und meist ist auch ein Randstreifen vorhanden, aber natürlich hält sich der Spaß dennoch in Grenzen.




(übrigens sieht man hier auf diesem Bild gut die Flecken durch die Verschmutzung des Sensors. Entstand im Sandsturm, obwohl die Kamera ordentlich in eine Plastiktüte eingewickelt wurde...)






Muscat selbst ist eigentlich nur eine relativ kleine Bucht, in der sich der Sultanspalast und etliche Ministerien befinden. Die sogenannte Capital Area erstreckt sich dagegen etwa 50 Kilometer entlang der Küste und beherbergt etwa 800.000 der 2.700.000 Einwohner des Oman.






Wichtigster Ort ist Mutrah einige Kilometer westlich von Muscat.






Hier im Hafen liegt auch die Jacht des ungemein beliebten Sultan Qaboos bin Said. Wir hören kein schlechtes Wort über ihn. Weder von den Omanis, noch von den hier wohnenden Ausländern.
Anscheinend macht er alles richtig.
Er kam 1970 in einem fast unblutigen Staatsstreich an die Macht, als er seinen Vater und Vorgänger absetzte. (Das einzige Blut floss, als sich der Vater selbst in den Fuß schoss.)
Zu diesem Zeitpunkt gab es im Oman nur 10km asphaltierte Straßen. Diese lagen rund um den Palast in Salalah. Im ganzen Land gab es drei Schulen und eine Klinik.
Das Land war abgeschottet.
Ausländer waren nicht gerne gesehen.
Der neue Sultan versprach umgehend sich für sein Volk mit aller Kraft einzusetzen und den Lebensstandard anzuheben, was er tatsächlich in beeindruckender Art und Weise tat.
Er setzte sich für den Schutz der Natur, den Ausbau der Landwirtschft, die Bildung des Volkes- auch der Frauen-, das Gesundheitswesen, die Förderung des ländlichen Raumes etc. ein.
Er holte die besten Experten in sein Land und hörte dann meist auch auf deren Rat.
Durch die Förderung von Öl und Gas kam genug Geld in den Staatshaushalt, was aber nicht nur in die Taschen weniger reicher Familien floss, sondern gut angelegt wurde. Den Omanis geht es gut, und im Gegensatz zu z. B. Qatar werden hier auch die Gastarbeiter relativ gut behandelt und bekommen ihren Lohn auch wirklich ausgezahlt.



































Die Hafeneinfahrt von Muscat






Vor dem Sultanspalast in Muscat. Einer von vielen im ganzen Land verteilten.
Dieser hier dient für die offiziellen Empfänge.

Hier erklärten die Taxifahrer, es gebe keine Möglichkeit entlang des Meeres weiter über
Quriyat nach Sur zu gelangen. Auch nicht per Fahrrad. (In einer unserer vielen Karten war dort ein Pfad eingezeichnet.)
Wir müssten die Schnellstraße/ Autobahn benutzen. Diese sei auch sehr schön.
Wir hatten trotzdem keine Lust drauf.










Statt dessen verbrachten wir etwa 10km östlich von Muscat die heißesten Stunden des Tages im Capital Area Yacht Club, wo man für wenige Euro den ganzen Tag auf Liegen unter Sonnenschirmen den Tag am Strand verbringen kann. Dort gibt es auch ein nettes Restaurant, wo sogar auch Bier verkauft wird. Das war uns aber zu früh am Tage und die Temperaturen einfach zu hoch.
Statt dessen fuhren wir zurück nach Muscat und von dort weiter nach Ruwi, wo sich der zentrale Busbahnhof befindet.
Der Bus, der die kurze Strecke entlang der Küste über den Highway nach Sur nahm, war so voll, dass wir die Räder nicht mitnemen konnten- also nahmen wir den zweiten Bus Richtung Sur, der allerdings die wesentlich längere Strecke über die Nationalstraße 23 nahm und schön leer war.








Räder auf dem Rücksitz!





Auf der Fahrt erwischte uns der erste Wolkenbruch. Etwa 100km lang schüttete es aus Kübeln. Die Fahrweise der Omanis und auch die Reifen sind solchen Unbillen der Natur nicht angepasst. Wir sahen viele Unfälle...





Wir entschlossen uns dann unterwegs doch nicht bis Sur zu fahren, sondern in Al Kamil aus dem Bus zu steigen und der Straße 35 nach Asilah zu folgen. Immer entlang dem Rand der Sandwüste Al Wahiba.





In solchen Coffee Shops kann man sich sehr gut versorgen darf nur keine Delikassen erwarten. Dafür zahlten wir für Essen und mehrere Softdrinks aber auch nur 3-4 Euro- zusammen!
Alle diese Coffee Shops werden von Indern geführt.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Art, wie die Omanis dort ihre Take Away Gerichte bestellen und abholen.
Man fährt vor, hupt laut, lässt den Motor natürlich laufen, damit die AC auch voll arbeitet.
Ist der Wirt oder sein Angstellter nicht nach 5-10 Sekunden beim Auto wird dauergehupt bis man seine Bestellung aufgeben kann.
Danach dreht man eine Runde durch den Ort und holt, in gleicher Art sich bemerkbar machend, sein Essen nach wenigen Minuten ab.















Es war deutlich mehr Verkehr als wir im Vorfeld erwartet hätten. Nicht nur an Kamelen. Selbst auf kleinen Straßen war man nie länger alleine.


























In der Richtung, in die wir jetzt fahren kommt der Wind- natürlich- kräftig von vorne!


























Dieses Hotel gehörte uns allein. Und sie machten uns dort einen so guten Preis, dass wir gar nicht unser Zelt aufstellen wollten, was wir durchaus auch hätten machen können.

































































Auf dem Wege zum Kamelrennen am Nationalfeiertag...






Gewitterwolken ziehen auf.






Die ersten Tropfen







Suchen einen Platz für unser Zelt...
















Sieht gut aus!






Viel Regen






Mussten dann in der Nacht Dämme und Kanäle bauen. Ging dann aber alles gut. Und macht noch genauso viel Spaß wie in Kindertagen.














Es geht noch weiter....



Uwe



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