Re: Ernährung auf der Radreise!

von: Anonym

Re: Ernährung auf der Radreise! - 25.10.01 08:47

He Du Superpaddler....
Sei nicht so hart mit uns Radlern, als ich letztes Mal durch die Ardèche gepaddelt bin, gab man uns ein Fass ins Boot für Kleider und Proviant! Sechs Stunden lang haben wir nur andere Paddler gesehen und völlig durchnässt haben wir dann auf eine grossen Stein Mittagspause gemacht, he echt idylisch (möchte dieses Erlebnis nie missen aber vermutlich auch nicht mehr wiederholen...).

Auf so grossen Touren wie hier im Forum teilweise beschrieben sind, ist es je nach Gegend vermutlich gar nicht anders möglich, als dass man tagelang keinen Ort hat unterwegs.

Nur gehöre auch ich zu jenen "Weicheiern" die sich abends lieber verwöhnen lässt (gehöre vermutlich auch nicht der gleichen Generation an) und wenn man den ganzen Tag auf dem Rad nur mit sich oder der Partnerin spricht, tut es gut sich am Abend mit den Menschen, die in der bereisten Gegend leben, zu unterhalten (in der Mongolei hätte ich da zwar etwas Mühe...).

In Westeuropa sind Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten vermutlich nie ein grosses Problem und es ist wahrscheinlich nur eine Frage des Budgets ob man kiloweise Proviant mitschleppt und abends vor dem Zelt Mehlsuppe mit Sardinen oder sich im Restaurant verpflegt. Ob man aber in dieser Zeit Rad und Zelt samt Inhalt ihrem Schicksal überlässt ist dann eine ganz andere Frage.

Das Ganze ist vermutlich eher eine Frage der "Reisekultur". Ich bin halt eher der Typ "Checkkartenradler" und wähle auch Gegenden aus, die dazu taugen.
Der Abenteurer, und die scheinen die Mehrzahl zu sein in diesem Forum, sind eher bereit, alleine auf sich gestellt zu sein und dafür auch etwas einfacher zu reisen. Übrigens würde die Variante "Checkkarte" bei einer 6-monatigen Tour auch bei mir nicht funktionieren, zu schnell wäre die Kreditlimite ausgereizt....

Eine Frage interessiert mich schon lange: Auch ich nehme Dörrfrüchte, wenn auch in sehr kleinen Mengen, mit. Aber irgendwie ist doch das unlogisch, einerseits schleppt man getrocknete Bananen, Aprikosen und Äpfel mit und andererseits Wasser. Wäre es nicht sinnvoller frische Früchte, sofern erhältlich, mitzunehmen? Essen während dem Radeln ist auch nicht das Gelbe vom Ei; müssten wir ohne Essenpause arbeiten würde wir vermutlich streiken aber in der Freizeit machen wir das freiwillig...!

Oder mache ich da einen Denkfehler?