Re: Übermäßiges Schwitzen

von: cterres

Re: Übermäßiges Schwitzen - 23.08.22 17:31

Ich bin Baujahr 1976 und rechne aktuell nicht damit, das ich zu Lebzeiten nochmal eine neue Waschmaschine kaufe, weil ich das im letzten Jahr tat.
Der Schlaganfall (ein Blutgerinsel blockiert den Blutfluss und damit die Sauerstoffversorgung im Gehirn) war in meinem Fall harmlos, da sich die Blockade nach sehr kurzer Zeit selbst auflöste. Das Hirnareal das dabei abstarb, steuerte aber meine rechte Körperhälfte und insbesondere das rechte Bein. Ich war eine Zeit lang eingeschränkt in meiner Bewegung und verlor dadurch stark an Muskelmasse.
Nun verketten sich mehrere Faktoren. Durch eine Sehnenverkürzung in beiden Füßen laufe ich gewöhnlich leicht auf Zehenspitzen. Durch den Muskelschwund fehlt mir dazu aber die Kraft, so das ich beim Gehen stark mein rechtes Knie überdehne. Deswegen humpele ich und längere Strecken schmerzen mich. Das sind keine Nachwirkungen des Schlaganfalls, sondern die Nebenwirkung, wenn ein geschwächter Körper wieder gehen lernt.

Aber zurück in die Vorgeschichte. Hyperhidrose hatte ich vorher auch. Im Winter kompensierte ich das, indem ich nur leichte Kleidung trug, um das Schwitzen zu verringern. An wärmeren Tagen war das durch ohnehin leichtere Bekleidung kein Problem. Zusätzlich kürzte ich mein Haupthaar auf 3-5mm, denn längere Haare waren ständig nass.
Ich kaufe vermehrt schnelltrocknende Polyester-Kleidung, da Baumwollhemden zu oft durchgeschwitzt wurden.

Bei mir war das die Vorstufe zu zwei körperlichen Einschränkungen, die ich medikamentös behandeln muss. Zum einen ist das Diabetes Typ 2. Mein Blutzucker fiel nach normalen Mahlzeiten immer langsamer. Dagegen nehme ich jetzt 2000mg Metformin (eine hohe Dosierung). Das Medikament hat aber auch eine gefährliche Nebenwirkung, von der ich bislang einmal betroffen war. Durch einen Mageninfekt hatte ich zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen und durch das Metformin übersäuerte mein Blut und ich erlitt eine Laktatazidose. Ein lebensgefährlicher Zustand den ich mittlerweile besser erkennen und gezielter verhindern kann.
Weniger dramatisch aber im Alltag ein größeres Problem ist Hypertonie (Bluthochdruck). Dagegen nehme ich mehrere Medikamente, deren Nebenwirkungen dafür sorgen, das ich öfter pinkeln muss und mir generell etwas schwindelig wird und ich eher schwach auf den Beinen bin.
Nach knapp einem Jahr fühle ich mich jetzt fast wieder bereit, Fahrradfahren zu versuchen. Wenn das geht, kann ich langsam trainieren und Muskelmasse wieder aufbauen.
Und dann kaufe ich vielleicht auch noch einen neuen Kühlschrank... Naja, einmal zumindest noch. zwinker

Das übermäßige Schwitzen hat sich bei mir mit den Blutdruckmedikamenten eingestellt.
DAS Problem habe ich nun also nicht mehr.