Re: Radfahren mit Schulterprothese

von: Fricka

Re: Radfahren mit Schulterprothese - 09.05.17 18:41

Bin dabei.

Die ersten Versuche mit dem Trekkingrad gingen ganz gut. Mal um den Block. Mal zum Bäcker. Akrobatik - aber machbar.

Um das auszubauen, habe ich nun begonnen, das zu systematisieren. Auf meiner Standardstrecke weiß ich von jedem Punkt wieviel Kilometer das sind. Den gleichen Weg hin un zurück. Also Wende bei Halbzeit.

20 km. Die Strecke ist übersichtlich. Eben. Fast komplett asphaltiert. Ja. Ging. Der Oberarm war ein wenig stramm. Aber am nächsten Tag wieder los. Wenn man nach jedem Tag eine Woche Pause braucht, wird das keine Radreise. Es lief gut. Super Wetter. Das Rad rollt. Da kann man doch ruhig etwas weiter? Also 27 km. Wieder zu Hause hatte ich einen massiven Schmerz im Rücken. (Auf dem Schulterblatt tummeln sich etliche Muskeln, die nur noch rudimentär existieren - also abgeschnitten sind. Die krampfen immer mal.)Aber solche Schmerzen? Das ist neu. Seitlich am Oberkörper krampft es auch. (Meine Physiotherapeutin hatte mich schon drauf hingewiesen, dass die Muskeln dort sich verkürzt haben, weil der Arm nicht mehr bis über Kopf kommt.) Nun kommt da Bewegung rein. Das muss nicht schlecht sein. Tut aber weh. Und dann über Nacht. Der Oberarm wird heiß und braucht einen Eisbeutel. Dazu schwillt er an. Das ist schön. Die Haut ist durch die vielen Nähte irgendwie knapp geworden. Schwillt da was, reißt es an den drei OP-Nähten. Und gut ist das auch nicht.

Also Pause. Es gibt sowieso einen Regentag. Wer will da schon spazierenfahren. Ein rundum schmerzhafter Tag.

Den nächsten Tag fahre ich wieder. Vielleicht lockern sich dann die Muskeln. Aber nur 20 km. Ja. Geht. Es wird nichts besser. Aber auch nichts schlechter. Also heute wieder. 20 km. Es geht. Besser. Mir scheint auch, dass die Schmerzen weniger werden.

Ich überlege, morgen die Strecke wieder zu verlängern. Mal gucken, ob die Vernunft siegt.