Re: Radfahren mit Schulterprothese

von: Fricka

Re: Radfahren mit Schulterprothese - 06.01.17 09:33

Ja, das ist wohl so. Ich bin mehrfach ganz massiv unter Druck gesetzt worden. "Wenn sie jetzt hier nicht diese Operationseinwilligung unterschreiben, können sie gleich nach Hause gehen. Ich habe hier schon die Entlassungspapiere. Und glauben sie nicht, dass sie mit dieser Infektion irgendwo anders aufgenommen werden." Glücklicherweise gibt es hier genug Krankenhäuser.

Bei der Prothesenoperation wurde das freundlicher formuliert. Aber beharrlich. "Die Prothese wird ihnen nichts nützen. Sie werden den Arm keinesfalls wieder bewegen können. Sie hält auch nur 5 Jahre. Eines davon ist Reha. Und keinesfalls dürfen sie sich mit der Prothese irgendwie bewegen. Am besten nur auf dem Sofa sitzen. Selbst Spazierengehen schadet."

Daraufhin wollte ich nämlich keine. Eine seltsame Art von Marketing. Inzwischen liebe ich das Teil. Was mit den 5 Jahren ist, wird sich zeigen. Ein Jahr Reha kommt wohl hin. Aber "nicht mehr bewegen" stimmt in keiner Form. Damit da kein falscher Eindruck entsteht, ich mache nichts, was mir mein Orthopäde nicht erlaubt. Ich bin doch nicht wahnsinnig.

Aber die Ärzte aus dem vorletzten Krankenhaus, die ich privat manchmal treffe, sind sowas von stinkesauer. Dass ich die Prothesen-OP, die wohl die ist, mit der man am klotzigsten Geld verdienen kann, woanders habe machen lassen....

Dort habe ich übrigens eine Umfrage unter dem Pflegepersonal gemacht, ob es auch manchmal Patienten gäbe, denen keine OP empfohlen werde. Patienten wird es maximal schwer gemacht, da fundierte Entscheidungen zu treffen.