Re: Fährverbindungen am L. Nahuel Nuapi ??

von: Mueli24

Re: Fährverbindungen am L. Nahuel Nuapi ?? - 29.09.09 17:34

Hallo Charly

die animierte Route siehst Du ja hier www.cruceandino.com , in Stichworten wie wir diese Tour erlebten:
24.11.04 Auskunft Reisebüro in Bariloche: erst in zwei Wochen Plätze frei. Erwähnen Fahrräder, kein Problem am nächsten Tag mitzufahren. Grund: zwischen Puerto Frias und Peulla nur drei Busse, fahren (gemeinsam, im Konvoi) einmal hin und wieder zurück pro Tag. Limitiert Anzahl Personen pro Tag für diese Tour. Auf den Schiffen hat es mehr Platz, wer die Busstrecke mit dem Rad fährt kann zu reduziertem Preis die Schiffe benützen. Bedingung: um 8 Uhr muss Gepäck, Räder in Puerto Panuelo auf Schiff sein.

Da einziger schon offener Camping zu weit weg war von Schiffstation sind wir bis Llao-Llao gefahren, übernachten in Hospedaje.

25.11.04 um 8 Uhr beim Schiff, 1 Std. Schifffahrt bis Puerto Blest. Dort bekommen wir die Räder, Gepäck wird bis Puerto Frias transportiert.
Wir radeln 3km, flache, gute Piste bis Puerto Alegro, genug Zeit.
20 Min. mit Schiff bis Puerto Frias, jetzt mit Gepäck und Rad zum argentinischen Zoll. Radfahrer werden zuerst und speditiv abgefertigt da Zeit für die nächste Strecke knapp werden kann.
4km mit Rad und Gepäck sehr steil hinauf, oft schieben, zum Pass Pérez Rosales 1022 müM. Drei Geländebusse fahren vorbei, sonst gibt es null Verkehr.
7km sehr steil hinunter auf ca 300 müM, Schotter, Geröll, mehr Bachbett als Piste, teils abwärts schieben. Dafür phantastische Sicht auf Berg Tronador 3451müM mit blau leuchtenden Hängegletschern.
Im Tal 16km auf miserabler Geröllpiste und starkem Gegenwind bis Peulla. (Bus benötigt 2 Std. für die total 27km!).
Grenzkontrolle, Zöllner sehr hilfsbereit, da Zeit knapp.
15.55 Uhr beim Schiff, alle helfen uns. 16.00 Uhr fährt Schiff los.
1 1/2 Std. Schiff bis Petrohue, wunderschöne Sicht auf Vulkane Osorno und Puntiagudo.
Petrohue campieren am Fuss Vulkan Osorno. Einmalig am nächsten Morgen Vulkan Osorno in der Morgensonne, verschneiter Gipfel, schwarze Lavahänge.

Mein Eintrag im Tagebuch: Sehr strenger Tag, schlimmste Pist, doch spektakuläre Landschaft lässt Strapazen vergessen!

Die Zeit für die Fahrt mit dem Rad über den Pass nach Peulla ist knapp, vor allem wenn man auch die Landschaft geniessen will. Es gibt nur ein Schiff pro Tag. Ich würde heute wahrscheinlich zwei Tage machen, in Peulla übernachten. Gibt dort zwei Hotels, habe gehört, dass auch campieren möglich sei, bei Bauer oder wild. Leute, auch Beamte überall freundlich und hilfsbereit.

Ich denke, dass sich an den Strassen nichts geändert hat, gemäss Internetseite läuft die Tour auch heute noch wie damals ab. Es gibt keine Garantie, dass die Schiffe immer fahren, Abfahrzeiten können ändern, vor Ort fragen. Die grösste Unsicherheit ist das Wetter. Wir hatten Glück, wolkenlos. Ein Kollege machte die Tour später auch, nur Regen, hat nichts gesehen, teures Fitnesstraining!
Ich würde bei schlechter Wetterlage, etwas abwarten oder bei tagelangem Dauerregen auf die Tour verzichten. Alternativen kennst Du ja jetzt. Wichtig: Wetterbericht für die chilenische Seite beachten. Regen kommt von Westen, bleibt an Bergen auf chilenischer Seite hängen und auf der argentinischen Seite kann es schön sein.

Gruss Fredy