Re: Wild zelten, und duschen?

von: Friedrich

Re: Wild zelten, und duschen? - 08.03.16 09:20

In Antwort auf: derSammy
Meine Großeltern hatten noch einmal wöchentlich Badetag - die sind trotz täglicher körperlicher Arbeit auch nicht an Verdreckung gestorben. Und einen Partner haben sie auch gefunden, ich bin der lebende Beweis dafür lach

Das kann ich nur bestätigen. Ich bin wie viele andere meiner Generation (auf dem Land in Balkanistan) ohne fließendes Wasser aufgewachsen (dahingehend hat sich bis auf den heutigen Tag nicht viel geändert). Verdreckt, verwanzt und verlaust ist niemand von uns durch die Gegend gelaufen. Bedingt durch die Sechstagewoche war Samstag Badetag (treffender wäre Badeabend) wobei die Prozedere bei 4 Personen inklusive Wasser in Eimern anschleppen und auf einem Holzofen erwärmen sich bis gegen Mitternacht hinziehen konnte. Das alles war recht mühsam und lästig - genauso wie das Lesen und Schreiben Lernen bei der Petroleumlampe traurig . Bei schwerer körperlicher Feldarbeit, Temperaturen über 30°und einem 5 Liter Wasserkrug mit Trinkwasser überlegt man nicht lange ob man sich die Hände vor dem Essen wäscht oder das Wasser lieber trinkt (Dehydratation). Den Luxus zweimal täglich zu duschen kann ich aus heutiger Sicht um so mehr und richtig schätzen.

Mit 1 - 1,5 Liter Wasser und Waschlappen war es für mich noch nie ein Problem mich beim Wildzelten einigermaßen vernünftig zu waschen. Wenn man wie ich recht stark schwitzt (abhängig von Jahreszeit und Gegend) merkt man nach 1 Stunde vom Effekt der Morgendusche recht wenig weil es überall tropft. Die unterwegs sich bietenden Waschgelegenheiten nütze ich nach Bedarf. So kann man es ohne zu "erstinken" ein paar Tage ohne Dusche aushalten grins .

Zitat:
Meine skurilste Badestelle war mal eine Kuhtränke, ein ausgehöhlter Baumstamm im Schwarzwald, gefüllt mit Quellwasser.

Kühe mögen das überhaupt nicht .