Reiseplanung Normandie-Bretagne

von: kaman

Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 14:59

Hallo,

ich habe mir gerade für 31.08 TER-Tickets von Mulhouse über Paris EST gekauft (20€) von wo es weiter ab Paris Saint-Lazare nach Le Havre gehen soll.
Die Rückfahrt geht ab Rennes mit dem Direktzug nach Straßburg am 20.09

Da mir die Gegend ganz fremd ist, würde ich mich über Tips zur Route ... freuen. Im Vordergrund steht das Radfahren, die Natur und ein netter Campingplatz am Abend.

Die riesige Seinebrücke würde ich gerne meiden und vor Le Havre schon aussteigen und einen CP suchen. Wo kommt man am besten als Radfahrer über die Seine.
Lohnt sich die Halbinsel Cotentin oder lieber gleich weiter Richtung Bretagne. Wo in der Bretagne ist es mit Rad interessant, was sollte man meiden.
Wie sieht es mit Campingplätzen aus, hat im September noch genug offen ?

Wie sieht es mit den Bahnhöfen aus, Treppen, Aufzug, Rampe ?
Straßburg, Paris Est, Paris Saint-Lazare, Rennes
von: Axurit

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 16:10

In Antwort auf: kaman
Die riesige Seinebrücke würde ich gerne meiden und vor Le Havre schon aussteigen und einen CP suchen. Wo kommt man am besten als Radfahrer über die Seine.
Es gibt die Möglichkeit, mit dem Zug nach Barentin oder Yvetot zu fahren, von dort mit dem Rad zur Seine und mit einer der Fähren über zu setzen, z.B. in Duclair oder Jumièges: https://www.seinemaritime.fr/docs/horaires-bacs.pdf

In Antwort auf: kaman
ich habe mir gerade für 31.08 TER-Tickets von Mulhouse über Paris EST gekauft (20€)
Frage am Rande: Wie und wo hast du diese Tickets gekauft?
von: kaman

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 17:23

Die Tickets habe ich heute mit der SNCF-App gekauft.

TER Mulhouse-Paris Est 7:46-12:17 Sparpreis 20 Euro
Weiterfahrt nach La Rochelle gibt von 15-30 Euro
Rückfahrt von Rennes nach Straßburg 14:31-19:34 direkt 67 EUro (incl. Fahrrad)

Muss man Glück haben, bzw. zeitlich flexibel sein
von: 19matthias75

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 19:18

Ich habe östlich von Le Havre auf folgendem CP übernachtet:
https://www.openstreetmap.org/way/220063269
War ein schöner, kompakter schnuckeliger Platz (leider habe ich vorher verpasst, mir Lillebonne anzusehen; hatte ich erst danach gecheckt, das Lillebonne ein sehenswerter Ort ist).

Ansonsten, vielleicht hilft mein Bericht aus 2014 Normandie & 70e anniversaire du Débarquement (Reiseberichte)
von: kaman

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 20:49

In Antwort auf: 19matthias75
Ich habe östlich von Le Havre auf folgendem CP übernachtet:
https://www.openstreetmap.org/way/220063269
War ein schöner, kompakter schnuckeliger Platz (leider habe ich vorher verpasst, mir Lillebonne anzusehen; hatte ich erst danach gecheckt, das Lillebonne ein sehenswerter Ort ist).

Ansonsten, vielleicht hilft mein Bericht aus 2014 Normandie & 70e anniversaire du Débarquement (Reiseberichte)

Danke, der Campingplatz scheint für den Anreisetag ideal zu sein. Deinen Bericht werde ich auch noch lesen.

Wenn ich mir die Campingplätze in der Bretagne anschaue, lande ich gleich wieder hier. Viele Sterne und unbezahlbar. Aber es gibt mit Sicherheit auch einfache Campingplätze ?.
von: 19matthias75

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 20:59

camping municipal ist das Stichwort in Frankreich. Das sind Gemeindeeigene Plätze und sehr günstig. Allerdings sind die Rezeptionszeiten zum Teil eingeschränkt (teilweise nur bis 17 oder 18 Uhr).
von: Juergen

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 21:03

Archies hat ungefähr 50 Camping Municipals in der Bretagne gelistet. Fast alle sind in Küstennähe.
http://www.archiescampings.eu/dui1/
von: kaman

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 21:12

In Antwort auf: Juergen
Archies hat ungefähr 50 Camping Municipals in der Bretagne gelistet. Fast alle sind in Küstennähe.
http://www.archiescampings.eu/dui1/

Wie kann ich mit archies nach Camping Municipals suchen. Meinst du die Einstellung "kleine Campingplätze" ?
von: Juergen

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 07.08.22 22:06

Ich habe in BaseCamp alle französischen CP ausgewählt und davon die Municipals als eigene POI Datei mit eigenem Logo versehen.
Da ich keine Lust habe, die Arbeit jedes Jahr zu wiederholen, werde ich das erst im nächsten Jahr wiederholen.
von: Axurit

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 08.08.22 07:01

In Antwort auf: kaman
Wie kann ich mit archies nach Camping Municipals suchen.
Der Name dieser CPs beginnt bei Archies mit "Municipal", also z.B. "Municipal Les Dunes - Coudeville sur Mer (50)". Aber Vorsicht! Meiner Erfahrung nach gibt es unter diesen Plätzen immer wieder welche, die in den letzten Jahren geschlossen oder in einen reinen Wohnmobilstellplatz umgewandelt wurden. Andere existieren nicht mehr, wurden privatisiert oder haben nur im Juli und August geöffnet. Letzteres ist besonders bei ganz kleinen Plätzen der Fall, die nur aus einer Wiese neben dem Fußballplatz bestehen und wo die Camper die Spielerduschen benutzen.
von: Holger

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 08.08.22 07:29

Mir hat grundsätzlich die Nordküste besser gefallen als die Südküste, einfach, weil sie "wilder" ist. Doch auch im Süden gab es Ecken, an denen ich sehr gerne war. Concarneau, die Belle Ile. An der Nordküste gab es kaum Abschnitte, die mir nicht gefallen haben - da fällt es mir schwer, etwas herauszuheben.

Die meisten Campingplätze fand ich gut, einmal bin ich im Süden auf einem sehr teuren x-Sterne-Platz gelandet. Mein Eindruck: Die gibt es an der Südküste mehr als an der Nordküste. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir der Camping bei Roscoff, auch ein Kommunaler Platz ( Camping le Dossen ). Direkt am Meer, eine große Wiese. In der Nähe vom Cap Fréhel der Camping Pont de l'Étang, auch ein Municipal. Riesiger Platz im Wald, naturbelassen. Mit Glück bekommt man einen tollen Platz mit Meerblick.

Zu den Bahnhöfen: Rennes war eine Katastrophe, aber das lag daran, dass umgebaut wurde. Da das schon 6 Jahre her ist, dürfte der jetzt fertig sein. Und zumindest Rolltreppen gab es damals, wahrscheinlich auch Aufzüge. Paris St. Lazare und Est sind Kopfbahnhöfe, also unproblematisch, wenn man mit dem Rad an oder abfährt. Strasbourg bin ich mir nicht sicher, ich erinnere mich an fiese steile Treppen - glaube aber, dass da inzwischen auch renoviert ist und dass es Rampen gibt.
von: Axurit

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 08.08.22 08:17

In Antwort auf: Holger
Strasbourg bin ich mir nicht sicher, ich erinnere mich an fiese steile Treppen - glaube aber, dass da inzwischen auch renoviert ist und dass es Rampen gibt.
In Straßburg gibt es drei Unterführungen im Bahnhof. In der mittleren gibt es Rolltreppen und in den beiden anderen Aufzüge. Wennich mich recht erinnere, dann sind die Aufzüge in der Nord-Unterführung neueren Datums und daher auch größer. In die Aufzüge der Süd-Unterführung passt ein bepacktes Fahrrad gerade so rein.
von: Bahnhofsradler

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 08.08.22 17:04

Moin.

Die Seine-Brücke ist machbar als Radler; setzt allerdings ein gewisses Vertrauen und Dickfelligkeit ggü. dem motorisiertem Verkehr voraus.

Ansonsten kann ich Dir meinen Radreisebericht von 2019 empfehlen. Inkl. Seine-Brückenerfahrung, Normandie und etwas Betragne. (Die Links zu den Tracks sind tot!)

Gruß - Reinhard
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 13.08.22 21:20

In Antwort auf: Bahnhofsradler
Moin.

Die Seine-Brücke ist machbar als Radler; setzt allerdings ein gewisses Vertrauen und Dickfelligkeit ggü. dem motorisiertem Verkehr voraus.

Ansonsten kann ich Dir meinen Radreisebericht von 2019 empfehlen. Inkl. Seine-Brückenerfahrung, Normandie und etwas Betragne. (Die Links zu den Tracks sind tot!)

Gruß - Reinhard


Ich würde die Pont de Normandie nicht mit dem Rad befahren wollen und habe in Berichten auch schonmal gelesen, dass jemand von der Polizei davon abgehalkten wurde...
Das war bei crazy guy on a bike - aber schon 3 bis 5Jahre her...
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 13.08.22 21:28

In Antwort auf: Holger
Mir hat grundsätzlich die Nordküste besser gefallen als die Südküste, einfach, weil sie "wilder" ist. Doch auch im Süden gab es Ecken, an denen ich sehr gerne war. Concarneau, die Belle Ile. An der Nordküste gab es kaum Abschnitte, die mir nicht gefallen haben - da fällt es mir schwer, etwas herauszuheben.


Zu den Bahnhöfen: Rennes war eine Katastrophe, aber das lag daran, dass umgebaut wurde. Da das schon 6 Jahre her ist, dürfte der jetzt fertig sein. Und zumindest Rolltreppen gab es damals, wahrscheinlich auch Aufzüge. Paris St. Lazare und Est sind Kopfbahnhöfe, also unproblematisch, wenn man mit dem Rad an oder abfährt. Strasbourg bin ich mir nicht sicher, ich erinnere mich an fiese steile Treppen - glaube aber, dass da inzwischen auch renoviert ist und dass es Rampen gibt.


Ich wollte da eigentlich im Juni gefahren sein. Bin ich auch aber dank Covid ohne Rad bis nach Landereau/Brest und sonst Südküste. Wegen Covid-Erkrankung leider mit dem Mietwagen :-(
Concarneau hat mir nicht gefallen, ist eine Touristtrapp. Toll fand ich die Küste der Crozon-Halbinsel und die gegend um Quiberon.

Zum Bahnhof Rennes. Da war ich vor ein paar Jahren auch schon und erinnere mich, dass die Bikes nur Senkrecht in den Fahrstuhl passten.
Nun ist aber Umgebaut und es gibt sowohl einen Tunnel unter den Gleisen als auch ein großes terminal-Gebäude über den Gleisen. Von oben gibt es Rolltreppen und wohl auch fahrstühle. Zum Tunnel unterhalb kann ich nichts sagen.


Ansonsten war ich überrascht, wieviele Radwegbeschilderung ich gesehen habe. Was auch immer das jeweils für Wege waren.
Ich würde es gern nochmal mit dem Bike versuchen - auch die Nordküste soll mit dem Eurovelo sehtr gut sein, wenn doch die DB etwas zuverlässiger wäre.
Im TGV wird es echt eng, wenn wirklich 4 Räder im Abteil wären.
von: derSammy

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 03:57

Von der Polizei abgehalten? Kann ich mir nicht so recht vorstellen. Ich bin schon zweimal über diese Brücke, einmal im Reisebus, einmal mit dem Reisetandem. Es gibt eine eigene Fahrspur für Fahrräder. Zugegeben, die Radspur ist wirklich viel zu schmal und es geht die Brücke steil rauf und auf der anderen Seite entsprechend steil und schnell bergab. Das mit dem "dicken Fell" ist relativ, hängt stark davon ab, was man gewöhnt ist. Mit Wohlfühlkuschelfaktor, den man aus mancher idealen Fahrradstadt kennen mag, hat das nichts zu tun. Aber wirklich gefährlich/abzuraten ist es nicht. Da halte ich das Befahren so mancher deutschen Landstraße für wesentlich gefährlicher. Rückspiegel (und damit wissen was von hinten kommt) senkt den Puls und wirklich lang ist der Abschnitt ja auch nicht. Ich fand die Überfahrt durchaus ein Erlebnis (tolle Aussicht) und echte Alternativen hat man ja auch nicht (nur mit RICHTIG vielen Extra-km).
von: kaman

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 08:11

Man darf normalerweise schon über die Brücke fahren aber es wird davon abgeraten. Bei dem was ich so im Netz inzwischen gesehen habe, verzichte ich da gerne darauf.
Die Pont de Brotonne soll da deutlich angenehmer sein. Vermutlich werde ich, wie von 19matthias75 empfohlen, bei Lillebonne auf den Camping gehen und am nächsten Morgen mit der Fähre über die Seine.
von: Juergen

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 08:24

In Antwort auf: derSammy
Das mit dem "dicken Fell" ist relativ, hängt stark davon ab, was man gewöhnt ist. Mit Wohlfühlkuschelfaktor, den man aus mancher idealen Fahrradstadt kennen mag, hat das nichts zu tun. Aber wirklich gefährlich/abzuraten ist es nicht.
Bin letztens über die Zeelandbrug bei 8 Windstärken gegen die Nase. Für mich wars der Horror. Rechts ne 12cm dicke Betonwand 90cm hoch und direkt dahinter laut dröhnender Schwerlastverkehr. Von hinten kamen Rennradfahrer, denen ich zu langsam war und auf der linken Seite das offene Geländer. Zwischendurch habe ich bestimmt 2km völlig entnervt geschoben.
Wenn dann die Polizei warnt, man solle die Pont de Normandie nicht befahren, und so verstehe ich die Hinweise, dann sollte man dankbar sein.
Kann man auf der Brücke, bevor man weggeweht wird, drehen und umkehren? unsicher
von: derSammy

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 08:33

Naja, das hört sich aber eher nach dem Versuch an bei Sturm radeln zu wollen. Geht, ist aber nie "entspannt".
Und Wenden geht natürlich nicht (bzw. erst nach Brückenquerung), schon weil man da zum Geisterfahrer würde. Aber das ist ja völlig normal, auch ganz ohne Brücke kann ich nicht spontan an jeder Stelle davon ausgehen einfach wenden zu können.
von: derSammy

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 08:38

Mag ja sein, ist halt an völlig anderer Stelle. Wenn du von Le Havre nach Honfleur (oder umgekehrt willst), ist das ein gigantischer Umweg. Und zumindest Honfleur würde ich keinesfalls auslassen! Le Havre kann man als Kontrast gesehen haben, weil es so potthässlich ist. lach
Im Wegstreckenvergleich käme ich im Leben nicht auf die Idee, die Normondiebrücke als Option zu verwerfen.
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 08:44

Habe den Artikel gefunden: You shall not pass
Vielleichtz sind die aber auch nur zu früh drauf gefahren, wo es aussichliesslich Autostraße ist. Wie hier 2007 beschrieben?

Ich hätte auch ein paar Fotos von einer Querung der Brücke per Bus. Auf einem ist sogar ein Radler drauf, der schiebt.

Lt meinen Fotos gibt es einen schmalen Streifen neben der Fahrspur dann einen kleinen Betontrenner schließlich aussen eine ganz schmale Spur. Auf dieser steht der Radler auf meinem Fotos.

Hier noch ein Foto auf CGOAB. Da sieht man die beiden Seitenstreifen - aber keine Trenner aus Beton. Das Fotos ist scheinbar von 2019 während ich schon 2016 im Bus drüber gefahren bin.
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 08:58

Habe noch was zur Eurovelo4 und dem Abschnitt LE havre- Honfleur gefunden: EV4

Immehrin ist der Abschnitt auf der Karte von af3v.org als Radroute, die man mit dem Kfz-Verkehr teilt eingezeichnet. Eien Alternative findet sich dort erst bei Jumiges.
von: Juergen

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 09:05

Es gibt noch eine Fähre in Quillebeuf sur Seine. Sind nur 30km Umweg (einfache Strecke).
Ein Bus fährt auch über die Brücke
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 09:16

Kostenlose Seinefähren
von: Axurit

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 09:55

In Antwort auf: olafs-traveltip
Dazu passend der in meiner ersten Antwort gepostetet Link: https://www.seinemaritime.fr/docs/horaires-bacs.pdf
von: kaman

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 10:30

In Antwort auf: derSammy
Mag ja sein, ist halt an völlig anderer Stelle. Wenn du von Le Havre nach Honfleur (oder umgekehrt willst), ist das ein gigantischer Umweg. Und zumindest Honfleur würde ich keinesfalls auslassen! Le Havre kann man als Kontrast gesehen haben, weil es so potthässlich ist. lach
Im Wegstreckenvergleich käme ich im Leben nicht auf die Idee, die Normondiebrücke als Option zu verwerfen.

Ich komme ja mit dem Zug von Paris und werde schon vor Le Havre aussteigen und am nächsten Tag dann, auf der anderen Seite der Seine, nach Honfleur fahren.
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 10:34

Habe ein Foto bei Flickr gefunden, da kann man die Spuren und den Fußweg erkennen :-(
von: Axurit

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 11:12

In Antwort auf: kaman
Die Pont de Brotonne soll da deutlich angenehmer sein.
Dort gibt es eine Spur, die für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Fahrräder vorgesehen ist. Man kann sich das hier anschauen.
von: derSammy

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 11:53

Also über die Brücke führt ein offizieller Radweg, hier erkennbar, wie er an der Mout-Station vorbei geleitet wird:



Wie aus den anderen schon verlinkten Bildern auch ersichtlich, gibt es keine bauliche Trennung zur Fahrbahn (außer Rüttelstreifen auf der Trennlinie).



Und ja, der Radfahrstreifen ist extrem schmal. Aber es geht ja schnurgeradeaus und im Rückspiegel sieht man gut was von hinten kommt. Weil zwei Kfz-Spuren sind, machen diese in der Regel auch "etwas Platz".
Außerdem gibt es noch einen Fußweg (auf meinem Bild noch nicht gut zu erkennen, weil der erst später drauf geleitet wird). Aber der ist wirklich kriminell schmal, mit Kinderwagen z.B. gar nicht zu benutzen. Aber halt ein Notanker, wenn man wirklich Probleme mit Sturmböen bekäme. War bei uns nicht der Fall, wir hatten eine tolle Aussicht.



Und auch von unten ist die Brücke eindrücklich:


Wie gesagt, es ist eng. Aber z.B. im direkten Vergleich mit der Brücke zur Insel Krk in Kroatien fand ich die wirklich unproblematisch. Klar, eigentlich sollte mehr Platz da sein, aber ich halte es für objektiv nicht wirklich gefährlich. Ist mehr eine Kopfsache, ob man z.B. das Fahren auf befestigten Seitenstreifen gewohnt ist, oder als puren Stress empfindet. Ich zähle mich da eher zur ersten Gruppe. schmunzel
Jede Stadtdurchfahrt mit "kreativer Radverkehrsführung" im Berufsverkehr dürfte um Größenordnungen mehr Unfallpotential bergen.
von: Juergen

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 13:27

In Antwort auf: derSammy
Und ja, der Radfahrstreifen ist extrem schmal. Aber es geht ja schnurgeradeaus und im Rückspiegel sieht man gut was von hinten kommt.
Auf deinem Bild ist er noch breiter als auf der Brücke.
https://youtu.be/LSbi_ltt_uE?t=77
Erst bei 1:25 siehst Du wie der Fußweg einmündet.
Fazit: Bei starkem Wind würde ich nicht mit Minimalabstand an einer Betonschwelle entlangfahren wollen.
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 13:38

Auf dem Video ist ja kaum Verkehr - mit LKWs auf beiden Spuren sieht das anders aus!

Und der Rennradler im Video fährt auf dem Fußweg... schmunzel
von: hopi

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 13:55

Im Zuge einer meiner letzten etwas umfangreicheren Radreisen habe ich auch den "Pont de Normandie" überquert. Es gibt in der Tat angesehene Strecken. Aber bei passender Wetterlage sind Überfahrten über diese Brücke ein besonderes Erlebnis. Ich habe es in b3ster Erinnerung. Und hier einige weitere Informationen zu dieser beeindruckenden Brücke.
von: hopi

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 14:06

In Antwort auf: derSammy
Und zumindest Honfleur würde ich keinesfalls auslassen! Le Havre kann man als Kontrast gesehen haben, weil es so potthässlich ist. lach
über " Schönheit von Städten" kann man durchaus zu sehr unterschiedlichen Bewertungen kommen. Zunächst sollten wir uns daran erinnern, dass im Raum Le Havre während des letzten Krieges schwere Schlachten stattgefunden haben. Da wurde nicht mit Pfeil und Bogen gekämpft, es gab sehr erhebliche Zerstörungen. Dann ein Wiederaufbau unter Regie seinerzeit weltweit anerkannter Architekten. Darunter Auguste Perret und Oscar Niemeyer. Ich empfand die "Wiederauferstehung" Le Havres aus Schutt und Asche in Form der seinerzeitigen "Betonarchitektur" durchaus sehenswert und gelegentlich gar beeindruckend. Ja, heute würde man vermutlich anders bauen. Jede Zeit hat so ihre Schwerpunkte. lach
von: hopi

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 14:20

In Antwort auf: hopi
Im Zuge einer meiner letzten etwas umfangreicheren Radreisen habe ich auch den "Pont de Normandie" überquert. Es gibt in der Tat angesehene Strecken. Aber bei passender Wetterlage sind Überfahrten über diese Brücke ein besonderes Erlebnis. Ich habe es in b3ster Erinnerung. Und hier einige weitere Informationen zu dieser beeindruckenden Brücke.
Da hat mal wieder die "Autovervollständigung zugeschlagen. Es sollte nicht angesehene Strecken, sondern angenehmere Strecken heißen. lach
von: olafs-traveltip

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 18:41

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: derSammy
Und zumindest Honfleur würde ich keinesfalls auslassen! Le Havre kann man als Kontrast gesehen haben, weil es so potthässlich ist. lach
über " Schönheit von Städten" kann man durchaus zu sehr unterschiedlichen Bewertungen kommen. Zunächst sollten wir uns daran erinnern, dass im Raum Le Havre während des letzten Krieges schwere Schlachten stattgefunden haben. Da wurde nicht mit Pfeil und Bogen gekämpft, es gab sehr erhebliche Zerstörungen. Dann ein Wiederaufbau unter Regie seinerzeit weltweit anerkannter Architekten. Darunter Auguste Perret und Oscar Niemeyer. Ich empfand die "Wiederauferstehung" Le Havres aus Schutt und Asche in Form der seinerzeitigen "Betonarchitektur" durchaus sehenswert und gelegentlich gar beeindruckend. Ja, heute würde man vermutlich anders bauen. Jede Zeit hat so ihre Schwerpunkte. lach

Da kann ich Dir zustimmen - und ob es heute wirklich schöner würde? Da sieht die Tristesse nur anders aus...
Die Fenster der Betonkirche werfen bei Sonnenschein ein wunderschönes Licht, der Rathausplatz hat was finde ich - und eine Standseilbahn gibt es auch, die eir sammt Rädern schonmal getestet haben ;-)

Dagegen finde ich Honfleur gerade in der Saison maßlos überschätzt. Da wälzen sich die Touristenmassen durch die Strassen und Galerien.
Da liebe ich mir Trouville - wobei ich zugeben muss noch nicht im August dagewesen zu sein.
von: Holger

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 14.08.22 20:19

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: derSammy
Und zumindest Honfleur würde ich keinesfalls auslassen! Le Havre kann man als Kontrast gesehen haben, weil es so potthässlich ist. lach
über " Schönheit von Städten" kann man durchaus zu sehr unterschiedlichen Bewertungen kommen. Zunächst sollten wir uns daran erinnern, dass im Raum Le Havre während des letzten Krieges schwere Schlachten stattgefunden haben. Da wurde nicht mit Pfeil und Bogen gekämpft, es gab sehr erhebliche Zerstörungen. Dann ein Wiederaufbau unter Regie seinerzeit weltweit anerkannter Architekten. Darunter Auguste Perret und Oscar Niemeyer. Ich empfand die "Wiederauferstehung" Le Havres aus Schutt und Asche in Form der seinerzeitigen "Betonarchitektur" durchaus sehenswert und gelegentlich gar beeindruckend. Ja, heute würde man vermutlich anders bauen. Jede Zeit hat so ihre Schwerpunkte. lach

Geht mir ähnlich. Es war hauptsächlich Auguste Perret, er war da nicht nur Architekt, sondern verantwortlich für die Stadtplanung beim Wiederaufbau. Niemeyer kam ja erst viel später und errichtete einzelne Bauten, oder eigentlich nur eins, wenn ich mich richtig erinnere, dieses Kulturzentrum.

Man muss natürlich ein gewisses Faible für Architektur haben, um den Wiederaufbau zu würdigen. Und natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle. Ich war mal ein Wochenende da, ein Tag war Regen angesagt. Und da hilft keinerlei städtebauliche Idee - Beton im Regen ist trist. Aber ansonsten fand ich das einen sehr schönen Gegenentwurf, eine Stadt nach einem Plan wiederaufzubauen, im Gegensatz zu vielen 50er- und 60er-Jahre Flickschustereien in deutschen Städten, hauptsächlich westdeutschen. Köln, Frankfurt am Main...

Für mich ist Le Havre aber auf jeden Fall sehenswert und eine Reise wert.
von: indomex

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 29.08.22 20:21

Ich bin die Brücke vorgestern geradelt, ich fand sie gut machbar. Tolle Aussicht! Allerdings rauschen schwere Laster schon sehr dicht an einem vorbei. Weil ich mit Spiegel fahre, konnte ich immer rechtzeitig halten und mit den Füßen stabilisieren. Es gibt auch eine Fußgängerspur (zum Schieben), da ist man dann noch einen Meter weiter weg vom Verkehr.
Ich konnte Le Havre nichts, aber auch gar nichts abgewinnen…
Gut gefallen hat mir die Halbinsel nördlich Lannion, gerade wegen der keltischen Stätten (Menhire, Dolmen, Allées couvertes) und wegen der rosa Granitfelsenküste.
LG
Peter
von: kaman

Re: Reiseplanung Normandie-Bretagne - 21.09.22 11:56

TER Mulhouse nach Paris-Est:
Der ganze Zug hat nur Platz für 3 Fahrräder. Als ich einstieg waren es 6 Fahrräder, 3 davon Pendler. Diese stiegen zum Glück innerhalb der ersten 2 Stationen wieder aus, ansonsten hätte der Zugbegleiter mich nicht mitgenommen.

Train Nomad Paris nach Le Havre:
Da wo ich eingestiegen bin gab es nur 3 Fahrradplätze, ob es noch weiter gab, kann ich nicht sagen. Die Räder kommen an Haken, die sehr hoch hängen. Pedelecfahrer dürften hier Probleme haben.

TGV Rennes nach Straßburg:
3 Plätze
allles bestens