Mag ja schon sein, aber das Teil war einfach zu teuer. (Insofern schon eher ein Luxusgegenstand als ein Gebrauchsgegenstand, jedenfalls vom Preis her). Da riskiere ich es doch lieber nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Es ist auch einfach immer ein bißchen nervenzehrend, wenn da so ein dichtes Getümmel mit vielen Rädern ist, wie man es hier am Wochenende erlebt, daher habe ich da nicht so oft Bock drauf.

Es bleibt vor allem auch noch das andere Argument. Für eine regelmäßige wochenendliche Trainingsausfahrt ist es vor allem auch zeitlich zu aufwendig, immer erst die Bahn oder S-Bahn ein Stück weit zu nehmen. Da fahr ich dann doch lieber durchs Rand-Berliner Getümmel und muss eben ab und an mal bremsen und wieder beschleunigen. Trainiert ja eigentlich auch.

Aber nach dem 9-Euro-Ticket (in der Hoffnung, dass es nicht weitergeführt wird) habe ich mir zumindest mal vorgenommen, eine Strecke rauszufahren und dann zurück bis vor die Haustür zu radeln. Das bringt ja auch schon ein bißchen Abwechslung. Wollte ich diesen Sommer eigentlich schon machen, aber durch das 9-Euro-Ticket sind die Züge wirklich oft einfach zu voll. Mir jedenfalls.

Ich glaub auch schon, dass ein Carbonrahmen gegenüber bestimmten Beanspruchungen empfindlich ist. Die Fasern sind so ausgelegt, dass die typische Beanspruchung beim Radfahren aufgefangen wird, aber nicht gegen alle möglichen unvorhergesehenen Dinge, die beim Zugtransport passieren könnten. Carbon, bzw. die Epoxidharzmatrix des Carbonwerkstoffes, ist im Vergleich zu metallischen Werkstoffen eher spröde.

Und sobald es leicht wird, sind Rahmen sowieso immer empfindlich, selbst Alu und Stahl. Einzig Titan mag da anders sein.

Und nenn mich spießig, aber ich gebe zu, schon ein Lackschaden würde mich ärgern, da bin ich beim Fahrrad mehr eigen als beim Auto...
Grüße
Christoph