Das hat der eine Diskussionsteilnehmer ja auch schon geschrieben. Ich beobachte ganz oft, dass ängstliche Radfahrer dann gleich anhalten, obwohl sie Vorfahrt hätten. Was ein Teufelskreis ist, denn dann fahren die Autofahrer erst recht zügig um die Kurve, weil sie denken, die Radfahrer halten eh aus Angst an. Und dann gibt es auch die rücksichtsvollen Autofahrer. Die warten dann und geben Handzeichen, dass der Radfahrer fahren solle, denn er hat ja Vorfahrt. Ängstliche Radfahrer brauchen dann eine Weile, bis sie es auch tun (und die Gefahr droht ja auch gleichzeitig von Linksabbiegern und Geradeausfahrern auf der Gegenspur).
Wichtig ist, dass die Autofahrer dann wirklich lange warten, und nicht doch noch losfahren. Der Verkehr wird natürlich behindert, aber da bin ich Anarchist, alles, was in Berlin den Autoverkehr behindert, ist gut.
Es wird hier oft ausgeführt, dass die Bequemlichkeit DIE Hürde für Autofahrer ist, aufs Rad umzusteigen. Man muss allerdings auch mal sagen, in Berlin ist es für viele auch die Angst.
Ich mache inzwischen Umwege, um manche Kreuzungen zu meiden, das Risiko ist sonst auf Dauer zu groß. (Allerdings, meinen einzigen Unfall hatte ich in Brandenburg, nicht in Berlin, Berliner Autofahrer finden schon oft noch rechtzeitig die Bremse)
Grüße
Christoph