Ich glaub, ich muss den Vorfall mit dem Kind doch noch mal besser beschreiben, ich habe es vielleicht etwas falsch dargestellt. Ich war noch hinter dem Kind. Deutlich hinter dem Kind. Nur so konnte ich ja mit Entsetzen beobachten, wie es immer mehr auf das Geländer zuradelte und schließlich mit dem Kopf gegen den Pfeiler knallte. Das Kind ist ins "Trudeln" gekommen. So haben es Mutter und der ältere Bruder dann auch genannt. Sie schienen das schon zu kennen. Und so sah es für mich auch aus. Es fehlte einfach noch Radbeherrschung und diese ganz kleinen Fahrräder mit den kleinen Rädern sind vielleicht auch wirklich noch nicht ausreichend geradeaus-stabil.
Ich war in dem Moment nicht schneller als die Kinder. Ich war hinter ihnen. Ich hatte tatsächlich noch überlegt, ob ich an der Stelle vorbeifahre oder lieber warte, bis das Geländer vorbei ist. Ich habe auch nicht geklingelt.

Das Kind kam meinen Überlegungen zuvor. Es trudelte einfach gegen das Geländer. Ich hatte echt keine Chance und war auch sehr betroffen und habe natürlich angehalten und geguckt, ob was Ernsthaftes passiert war. Das Kind hatte auf der Stirn ne Beule, obwohl Helm. Ich glaub, der Helm saß zu locker, der ist dann einfach nach beim Aufprall auf den Pfeiler hinten gekippt.

Ich hatte also wirklich keine Chance. Das sollte hier vielleicht noch mal gesagt werden.
Es kann natürlich sein, dass das Kind durch mich irgendwie abgelenkt worden ist, dass es irgendwie mitbekommen hat, dass ich hinter ihm bin, obwohl ich nicht geklingelt habe.
Aber dann darf ich überhaupt nicht mehr auf Radwegen fahren, sondern muss mich mit den Autos auf der Straße messen.
Grüße
Christoph