Naja, ich finde, Margit und ich sind quitt. Sie hatte mich angeblafft (wegen einer Navi-Sache) und ich hab halt (verspätet) zurückgeblafft (EBike war nur ein Anlass, um nicht zu sagen, Vorwand). Die Geschichte war damals nur eine Kleinigkeit. Man blafft vielleicht keinen Werktätigen an, der nicht gleich alle ihm empfohlenen Programme ausprobiert, sondern statt dessen rumlamentiert, wieviel Zeit das alles kostet, wenn man selbst nicht mehr werktätig ist. Ich kann auf Arbeit mal schnell auf einen Beitrag 'ne Antwort tippen, ich kann aber hier nicht auf großem Bildschirm BRooter anwerfen und Routen planen, wenn da mein Chef reinkommt, das wäre Mist. Mehr war diese Geschichte nicht.

Aber, okay, Entschuldigung, Margit, es war nun alles auch nicht so bierernst gemeint.

Ganz grundsätzlich habe ich hier überhaupt gegen niemanden etwas, der schon ewig Muskelrad fährt und dann irgendwann mal aufs EBike umsteigt. Wie sollte ich, natürlich habe ich Achtung vor einer Lebensleistung, die vielleicht sogar schon länger währt als meine und vielleicht auch größer ist als meine (z.B. besagter Paß, über den sie rüber ist, von dem ich nicht mal weiß wo er ist, und wie hoch er ist).

Aber auch alle anderen, die sich hier gegen E-Bike-Fahren ausgesprochen haben, haben sich so ausgedrückt. Das ist hier vielleicht oft das Missverständnis, ist mir aufgefallen. Wir meinten alle diese Massen von EBikern, die neuerdings überhaupt erst wieder radfahren, es vorher kaum oder gar nicht gemacht haben. Nur weil es jetzt so schön bequem ist.
Diese zu verteidigen, kann doch eigentlich nicht im Sinne eines Neuerdings-EBikers sein, der eine lange Muskel-Radfahr-Karriere hinter sich hat(?)

Es ist doch auch nicht so (auch dieser Beitrag von mir war missverstanden worden, wo ich schrieb, ich sehe eigentlich keine, die mit den Dingern ohne Motorunterstützung fahren), dass Ihr paar Leute, die jetzt nach vielen Jahren Muskelradreisen aufs EBike umgestiegen seid, irgendwie zahlenmäßig eine Rolle spielt! Der riesengroße Anteil sind Leute, die kaum vorher Muskelrad gefahren sind und jetzt dieser Mode folgen. Das sind die, die man jeden Tag trifft, doch nicht Euch! Und ich bin mir sicher, Euch würde ich irgendwie schon von denen unterscheiden können, wenn ich mal jemanden von Euch träfe.

Sorry, dass das jetzt wieder epische Länge hatte, aber vielleicht muss ich das doch mal in dieser Ausführlichkeit schreiben. Wie gesagt, ich bin mir sicher, dass alle anderen, die hier gegen EBike argumentiert haben, auch diese Leute meinten, diese "Neu-Elektroradfahrer", und nicht Euch (darf ich Euch mal "Muskelrad-Veteranen" nennen).

Dass aber Leute, die nun einmal aufs EBike umgestiegen sind, größtenteils ganz andere Themen haben, das finde ich immer noch. Es hat doch nichts mit Diskriminierung zu tun, eigentlich müsste es doch auch von Seiten der EBiker mal kommen, dass die Beiträge, ob dieser oder jene Berg muskelbetrieben zu schaffen ist, für sie nicht mehr relevant sind, weil da der Motor hochdrücken würde.

Ich finde, wer eine Leben lang viel muskelrad-gefahren ist, sollte sich wirklich von der Kritik nicht angesprochen fühlen. Ich gehe dann auch davon aus, dass Gründe vorliegen, sonst würdet Ihr ja weiter muskelradfahren. Ihr habt Euch den Umstieg vermutlich nicht leicht gemacht. Wenn aber ein 40-jähriger auf EBike umsteigt, weil das Knie mal piekt, dem würde ich nach wie vor erst mal Physiotherapie empfehlen, mein Knie hat auch des öfteren mal gepiekt, und es hat sich dann wieder gelegt.

Also nichts für ungut, Entschuldigung vielleicht wirklich an alle Muskel-Reiserad-Veteranen, ich hatte wirklich ganz andere EBiker gemeint als Euch, und die Frage, ob die Interessen in einem Forum nicht verschieden für beide Gruppen sind, war nur eine Frage, keine Provokation..
Wenn Ihr das anders seht, dann ist das eben so. Auch da steht mir nicht an, Euch Vorschriften machen zu wollen.
Grüße
Christoph