Ich wüsste jetzt wirklich nicht, warum jemand der halbwegs fit ist, was Du ja zu sein scheinst, ohne Motor eine Strecke, die jemand mit fährt, nicht schaffen sollte. Die Strecken können mit normalem Velo genauso gefahren werden, wie mit einem E-Bike, warum auch nicht. Welche km und Höhenmeterzahl zu schaffen sind hängt ja auch von dem oder der Radelnden ab.
Berge (und Hügel, für alle die unter 2000m keinen Berg wahrnehmen) sind, ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, nicht nur ultrasportlichen Radelnden vorbehalten, sondern auch ein durchschnittlich fitter Mensch schafft das, sofern der Wille und eine gute Gangschaltung vorhanden sind. Und ein wenig Zeit, je ungeübter, desto länger dauerts, auch mit zunehmendem Alter wirds nicht leichter. Aber es einfacher als viele denken.
Ich selbst bin sicher keine ausnehmend sportliche Person, auch nicht unsportlich, auch schon Mitte 50, bin weiblich, mit entsprechender geringerer Muskelmasse. Ich bin bislang dennoch jeden Berg hochgekommen, den ich hoch wollte und das waren und sind einige. Und es kommen hoffentlich noch viele, weil ich gerne bergauf fahre. Es dauert vielleicht etwas länger als früher. Ich fahre sie sogar gelentlich zusammen mit E-Bikern, weil sonst mittlerweile die meisten vor bergigem Terrain zurück schrecken und eine Gruppenausfahrt auch mal Spaß macht. Die müssen dann halt zwischendrin auf mich warten, aber abgesehen von der Geschwindigkeit bergauf gibts wenig Unterschiede. Nur in hügeligem Geläuf nimmt jemand ohne Motor bergab Schwung, um die andere Seite des Hügels wieder schneller hochzugleiten, während motorbehaftete Räder eher bremsen, weil kraftsparendes Fahren keine Rolle spielt. Da wurde ich schon oft ausgebremst (nicht von Mitfahrern, die wissen das ja), aber von anderen E-Radlern, was tatsächlich dazu geführt hat, die meisten beliebteren Radwege zu meiden, also mehr als ich das auch sonst schon tue.
Ich bin auch schon probeweise E-Bikes gefahren und halte den sportlichen Einsatz der da gefordert ist, für einen halbwegs fitten Menschen für sehr übersichtlich, zumindest solange mit Unterstützung gefahren wird, was aber nicht alle immer machen. Viele aber schon.
Wer was wie fährt ist mir selbst jedoch grundsätzlich vollkommen egal. Das soll bitte jeder selbst entscheiden, was gut und passend ist. Ich mag mich allerdings andersherum auch nicht missionieren lassen meinen alten Glump doch gegen die neue tolle Technik austauschen zu lassen, damit ich moderner und schneller bin.
Ich mag auch nicht hören, dass 100 km mit 1000 hm irgendwelche sportlichen Höchstleistungen erfordern. Das ist ein ganz normaler Wert für ein wenig hügeliges Terrain. Ich habe mal eine Forumstour mit 70 km und über 2000 hm angeboten. Wir fuhren da immerhin zu acht, sämtlich unterstützungsfrei (das war zu der Zeit eh selten) und alle hatten Spaß dabei. Supersportler waren keine dabei und wir haben uns den ganzen Tag Zeit gelassen und sind auch 2x eingekehrt.
Wie ich das mache, wenn ich wegen Alter und oder Krankheit keine Berge mehr hochkomme, weiß ich nicht. Weil ich aber fast jedes Wochenende in einem Mittelgebirge, meistens im nördlichen Schwarzwald, herumfahre, wird das hoffentlich lange Zeit nicht der Fall sein.
Danach wird dann neu geschaut.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass beim Thema Pedelecc nicht jedesmal aufeinander eingedroschen wird. Das ist nicht zielführend und zudem vollkommen sinnlos und unerfreulich.


Gruß
Nat