In Antwort auf: Uli
Problematisch sehe ich, dass immer wieder und häufiger Entwicklungen, die durch Pedelecs (ich bleib jetzt mal bei dem Begriff) ausgelöst oder befeuert werden, Auswirkungen auf alle Radler haben (können). Z.B. die in der letzten Zeit immer häufiger geäusserten Anregungen für eine Helmpflicht sind alleine den steigenden Unfallzahlen mit Verletztungsfolgen bei den Pedelec-Nutzern geschuldet und werden auch nur so verargumentiert. (Nicht nur) deshalb finde ich eine kritische Auseinandersetzung mit dem e-Trend und eine Unterscheidung zwischen motorisiert und nicht-motorisiert sinnvoll.


Bei diesem Punkt gebe ich dir uneingeschränkt recht. Wobei ich weniger die Helmpflicht als Problem sehe, denn die schwirrte auch schon ohne Pedelecs ständig in der Gegend rum. Was mir mehr Sorgen macht: es gab mal eine Zeit, da gab es 'gute' Räder nur in Form reiner Sportgeräte, damals normalerweise Rennräder. Die hatten Übersetzungen, die ein 'normaler' Mensch nicht sinnvoll fahren konnte und auch die Sitzhaltung war nicht massentauglich. Das hat sich dank des Aufkommen des MTBs geändert, was Leuten wie mir ermöglicht hat, ein für mich alltagstaugliches Rad einfach so im Laden zu kaufen und es nicht mühsam selbst zusammenstellen zu müssen. Inzwischen sind auch MTBs wieder reine Sportgeräte, 'normale' Räder ohne E gibt es so gut wie nicht mehr und damit wird auch der Markt für alltagstaugliche Übersetzungen plötzlich wieder sehr klein, wer mit Rennradübersetzungen nicht klarkommt, kann ja ein Pedelec fahren. Das gleiche beobachte ich mancherorts bei der Ausschilderung von Radrouten. Wenn eh jeder ein Pedelec hat, kann man ja ruhig 20 Prozent Steigung einbauen.