Ich sehe die Realität völlig anders.
Vielleicht liegt das auch daran, dass du ein Liegefahrrad fährst und dir Berge ein Gräuel sein könnten.

Ich sehe heute viel mehr junge Menschen die ein Rennrad, ein Rad ohne Motor oder MTB fahren als vor 30 Jahren.

Viele Alte sind mit einem Pedelec noch aktiv statt auf dem Sofa zu sitzen.

Das Pedelec dient im Alter auch als Mittel der Kommunikation, denn wenn aus Altersgründen niemand der Freunde mehr Fahrrad ohne Motor fährt, muss man sich etwas anpassen oder alleine fahren.

Dass man sich mit einem Pedelec nicht anstrengen will oder kann, ist ebenfalls ein Gerücht derer, die aus welchen Gründen auch immer, Pedelecs für unsinnig halten. Erst letzte Woche am Montag bin ich 162 km und 1.100 Höhenmeter von München nach Kufstein mit einem 625er Akku gefahren. Die letzten 7 km musste ich auf die Unterstützung verzichten, da der Akku leer war.

Hätte ich dazu mein 7 kg leichtes Rennrad genommen, wäre es nicht möglich gewesen an der Isar entlang auf Kies zu fahren, von Fall aus rechts am Sylvensteinstausee entlang auf Kieswegen zu fahren und nach dem Achensee ebenso wieder auf Kies zu fahren. Mit dem Rennrad hätte ich viel auf Straßen fahren müssen, ob ich mit einem MTB ohne Motor heute noch 162 km am Tag schaffe weiß ich nicht, mit 77 Jahren muss ich das auch nicht tun.

Vermutlich sieht jeder nur sein eigenes Umfeld. Es ist sicherlich Zufall, doch auf meinen Mehrtagestouren mit Bio-Bike habe ich nie zwei oder mehr Liegeradler zusammen fahren sehen. Mit üblichen Reiserädern und auch Pedelecs ist das sehr üblich. Allerdings habe ich deshalb nichts gegen Liegeräder, auch wenn ich sie selbst wegen Berguntauglichkeit nie gekauft habe.

Ciao
Detlef