In Antwort auf: lufi47
Ich wollte mal meine Beobachtung mit Euch teilen, vielleicht geht es Anderen auch so.
In letzter Zeit kam ich jetzt insgesamt viermal in Situationen mit entgegenkommenden Eradfahreren/innen die geschätzt deutlich über Achtzig waren und überhaupt nicht mehr Herr über ihr Gefährt waren. Es war immer gefährlich, einmal bin ich in einen Busch gefahren um mich zu retten.
Nach meiner Beobachtung verführt das Erad Leute zu radeln, die besser in ihrem Garten geblieben wären.
Ging es auch Anderen so, oder war das nur bei mir so ?

Gruß Lutz


Genau das ist der Hauptgrund, warum ich Pedelecnutzern gegenüber so negativ eingestellt bin.
Nach diversen schweren Fastunfällen mit überforderten Pedelecern, die ICH mit Radbeherrschung verhindern konnte, habe ich mittlerweile die größte Unfallangst an autofreien, nicht einsehbaren Ecken außerhalb des Straßenverkehrs. Dort, wo ich bis vor wenigen Jahren noch mit gutem Gewissen unbesorgt durchfahren konnte, bin ich heute Angstbremser, weil unfallgefährdeter als im Straßenverkehr des Ruhrgebiets. Andauernd werden nicht einsehbare Kurven mit Motorgeschwindigkeit geschnitten, gerne auch über die gesamte Wegbreite nebeneinander fahrend.
Ich hatte in den letzten Jahren die schlimmsten/knappsten/gefährlichsten Zwischenfälle nicht durch KFZ, sondern durch Pedelecs. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass nicht unerhebliche Teile der Pedelecer auch weitere banalste Regeln für Radler nicht kennen/missachten und so schön agressiv und mantraartig lächerlichste Argumente anführen, um sich „Fahrradfahrer“ zu nennen (Fahrräder sind heute ja „Biofahrräder“), ist das Maß für mich einfach voll.

Ich finde die Erfindung des Pedelecs sachlich grds. interessant und jeder soll ohne schlechtes Gewissen mit seiner Lebensweise glücklich sein.
Und ich bin mir auch bewusst, dass da draußen ganz viele vernünftige und rücksichtsvoll fahrende Pedelecer unterwegs sind. Die schiere Masse an negativen und akut gefährdenden Erlebnissen mit fast ausnahmslos Pedelecern macht es mir emotional aber sehr, sehr schwer Pedelec nicht pauschal zu verachten.

Die schlimmsten Nutzer sind nach meiner Erfahrung übrigens alleinfahrende, alternde Männer, die mit Ihren Premium-SUV-Pedelecs Ihr (unterstelltes) Autofahrverhalten 1:1 auf Radwege tragen.
Senioren/Seniorinnen erlebe ich zwar öfters als etwas überfordert, aber meist vorsichtiger/bedacht langsamer und damit eher wenig gefährdend.

Ich versuche es aber mit Humor zu nehmen: Pedelecer sind engagiert dabei von Zufußgehenden und Autoführenden zunehmend als die neuen Radelrambos wahrgenommen zu werden. Dann sollen sie sich halt auch Fahrradfahrer nennen und die Bioradler haben Ihre Ruhe.