Vorneweg: bei mir muss niemand begründen, warum er ein Pedelec fährt, ich finde im Gegenteil Erfahrungsberichte immer wertvoll. Ich entnehme daraus, dass sich dir neue Möglichkeiten erschlossen haben, das ist immer gut. Aber daraus zu schließen, dass das für alle Nichtsupersportler genauso gelten muss halte ich nun auch nicht für hilfreich. Ich bin bestimmt keine Supersportlerin, fühle mich aber eigentlich nicht von den von dir geschilderten Strecken ausgeschlossen.

In einem Parallelthread gehts ja um England. Dort habe ich zum ersten Mal erlebt, dass ich an die Grenzen des von mir Fahrbahren komme. Das liegt vor allem daran, dass es dort einfach keine sorgfältig trassierten Straßen mit höchstens 8 Prozent Steigung gibt, man muss überall damit rechnen, dass 20 Prozent Steigung vorkommen und kann solche Steigungen eben nicht durch geschickte Routenplanung vermeiden. Hierzulande geht das aber und es ist auch meistens problemlos möglich z.B. ein Stück auf dem Kamm des Erzgebirges langzufahren, solange es Spaß macht und wenn man nicht mehr kann abzufahren und die Reise erstmal auf einer flacheren Route fortzusetzen. Natürlich *muss* das niemand so machen, ich wollte nur sagen, dass ich mich auch als Nichtsupersportlerin ohne Pedelec nicht von solchen Erlebnissen ausgeschlossen fühle. Ich schaffe es höchstwahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr, z.B. den Limesradweg am Stück zu fahren und fand ehrlich gesagt auch den Bodensee-Königssee-Radweg schon vor vielen Jahren anstrengend, aber ich bin ja niemand gegenüber verpflichtet, das alles an einem Stück zu fahren.

Disclaimer: das ist eine Momentaufnahme, ich kann nicht ausschließen, dass ich das morgen anders sehe.