Radreise & Fernradler Forum
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#1278667 - 22.04.17 22:43 Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Berichte [Re: indomex]
elcheffe
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

wir sind zurzeit unterwegs von der Schweiz nach Singapur und stellen ab und zu mal ein Video auf Youtube. Falls wer Zeit und Lust hat, darf er gerne mal reinschaun.
Und ab und zu gibs auch einen Blogeintrag: https://www.worldwidetravelchannel.com/

Die Videos gibts hier:
https://www.youtube.com/channel/UCQtsqNeyFDdpqApdMr1kPwQ

Ausserdem mal vielen herzlichen Dank ans Forum, ohne das wir wohl niemals die Planung geschäfft hätten!
Fahrradreise nach Südostasien, Start 2017:
http://www.worldwidetravelchannel.com/
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#1278682 - 23.04.17 06:59 Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Berichte [Re: elcheffe]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1891
Wünsche eine gute pannenfreie Reise!
Gruss
Markus
Forza Victoria !
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#1281743 - 05.05.17 08:44 Afrika ruft - kl. Durchquerung Ost - Südwest
arche-foto
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 18
Entfernung: 6000 Kilometer
Bereiste Länder: Botsuana / Kenia / Malawi / Namibia / Sambia / Tansania
Externe URL: http://arche-foto.com/leseproben.html


Hallo Allerseits,

nach mehreren Touren durch Namibia wollte ich mal was andres kennen lernen. Anfang 2016 flog ich also mit einem neuen, selbst zusammen gebauten Rad nach Nairobi wo ich startete. Bin dann um den Kilimandscharo herum nach Tanzania, dort an den Indischen Ozean bei Tanga und an der Küste entlang. Nördlich Bagamoyo im Wami-Delta komplett abgesoffen soll hier als Leseprobe erscheinen (kompletter Reisebericht siehe homepage):


Treibgut im Wami-Delta:

Irgendwo ganz woanders gab es Niederschläge - der Regenzeit gemäß. Der Wami-River war angeschwollen, über seine Ufer getreten und hatte riesige Flächen überschwemmt. Sollte ich nun alles wieder zurück fahren - und zum zweiten Mal teures Löwenfutter abgeben? Das hieße das Schicksal herausfordern. Ich wage es, zumal ja nur partiell die Straße überflutet ist und das Wasser zunächst nur bis an die Radachsen reicht, gelegentlich auch mal bis über die Räder. So komme ich die ersten Kilometer ganz gut voran, auch noch als die trüben Wasser bis zum Oberrohr reichen. Die halbwegs dichten Packtaschen verleihen den nötigen Auftrieb und das Fahrrad schwimmt sogar, kann aufrecht geführt werden wenn ich durch tiefere Bereiche wate. Zwischendurch auch mal Strecken über trockenen Grund.
Land und Straße ist je weiter ich komme immer mehr überflutet, die wenigen Bauern haben sich mit ihren paar Habseligkeiten auf höher gelegene Flecken geflüchtet. Ein Melonenfeld ist notgeerntet, die Früchte auf einen kleinen Hügel gerettet.

Nun bin ich schon soweit gekommen - jetzt aufgeben und doch zurück? Oder auf einem Hügel warten bis die Wasser sich verflossen? Das kann nach Aussage von Einheimischen Wochen dauern! Zumal ja mit weiteren Regenfällen zu rechnen ist und der Wasserstand noch steigen kann. So weit kann es wohl nicht mehr sein bis ich wieder auf trockenes Land komme.

Beim nächsten überschwemmten Stück reicht dann auch bald das Wasser bis zum Kinn und ich muß auf Zehenspitzen waten, sehe aber gar nicht weit schon die Straße wieder. Dann schwimme ich eben die letzten 20 oder 30 Meter samt Fahrrad.

Dummerweise habe ich jedoch nicht die von der Seite kommende Strömung genug bedacht die jetzt gegen das schwimmende Fahrrad drückt das sich nun auf die Seite legt. Während die Packtaschen voll laufen werde ich von der Flut mitgenommen. Schwimmend, das Rad mit einer Hand hinter mir herziehend erreiche ich die Äste eines aus dem Wasser ragenden Baumes, kann mich mit einer Hand an ihnen festhalten. Wie jetzt weiter? Das Fahrrad gegen die Strömung um den Baum herum drücken Richtung Straße zurück erweist sich als undurchführbar, zumal sich längst Äste und Treibgut verfangen haben.

Zu meinem Glück waren mir zwei junge Männer gefolgt die mich nun von sicherer Stelle leiten wie ich aus dem Schlamassel wieder herausfinden könnte: mit der Strömung zurückschwimmen und versuchen sie zu erreichen. Mit großer Kraftanstrengung gelingt es, die Männer helfen das nun um einige zig Liter Wasser schwerere Fahrrad aus dem Wasser zu zerren. Kurz verschnaufen und wir wuchten die ganze Fuhre zur überfluteten Straße zurück zu einer Stelle an der man sicher stehen kann. Nun zeigen Sie mir wie man Hindernisse solcher Art bezwingt: nämlich entgegen der Strömung an der Untiefe vorbei! So hat man die beste Chance trotz abgetrieben zu werden die Richtung einigermaßen beizubehalten. Doch ein Spaziergang ist das jetzt trotzdem nicht, die beste Möglichkeit muß erst unter Wasser ertastet werden, teilweise versinken wir im Morast oder müssen schwimmen - und zerren zu dritt das Fahrrad mit, schieben mit letzter Kraft durch Schlamm, über oder unter Baumstämmen, Treibholz usw. hindurch. Diese schwierige Strecke haben wir irgendwann bewältigt, einer der Männer begibt sich auf den Rückweg, während David mich auch noch bei einem ähnlichen Wegstück tatkräftig unterstützt. Irgendwann sind wir dann endlich auf sicherem Gebiet, nur noch gelegentlich ist die Straße überflutet, doch die schlimmste Strecke ist überstanden.
In einem kleinen Dorf lade ich David zum Essen ein, gebe ihm etwas Geld. Er erzählt daß er mit seiner Frau aus Malawi stammt. Auf die Frage warum er denn mit Frau und Kind in dieser hochwassergefährdeten Gegend lebt erwidert er daß sie sich kein anderes Stück Land leisten können. Als später sein Arbeitgeber in großem Jeep daherkommt nimmt er die Gelegenheit wahr ein Stück mit zurück zu fahren, ohne Gepäck und Ballast wird er dann wieder teils schwimmend zu den Seinen zurück kommen. Sein Chef schenkt mir noch eine Literflasche Wasser.

Hatte den größten Teil der Strecke ohne Schuhe zurück gelegt aus Furcht diese könnten dabei ganz aufweichen und den Geist aufgeben. Habe nun an den Beinen viele Schrammen und Kratzer, in den rechten Fuß auch irgendetwas eingetreten. Verloren habe ich bei diesem Parkour nur die beiden Wasserflaschen die der Auftrieb aus ihren Halterungen drückte, alles andere war mittels Gurten und Spanngummies ausreichend gesichert. Schlimm jedoch daß die professionelle Kameraausrüstung (Nikon D3 mit zwei Vario-Optiken), Netbook, Smartphone, das einfache Zweittelefon sowie der Metalldetektor komplett geflutet sind. Das trübe Wasser das überall herausläuft gibt wenig Anlaß zur Hoffnung daß irgendeines der Geräte nach dem Trocknen wieder funktionieren wird.

Irgendwo auf trockenem Land abseits der Straße breite ich meine gesamte, umfangreiche Ausrüstung zum Trocknen aus, baue auch das Zelt fürs Nachtlager. Am nächsten Morgen habe ich bei Verlassen des Zeltes einen mächtigen Krampf in einem Bein, beim Strecken stütze ich mich auf das vordere Zeltgestänge welches durchbricht, später provisorisch repariert wird. Ein Massai treibt seine Rinder vorbei, bittet um etwas Wasser. Fast den ganzen Tag verbringe ich damit alles zu drehen und zu wenden, mache bei der Gelegenheit gleich mal Inventur und staune wieviel Zeug ich mit habe...



allzeit freie Fahrt - wünscht arche-foto

Geändert von Keine Ahnung (05.05.17 09:08)
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#1283474 - 14.05.17 11:26 Elternzeitradreise Berlin-Tallinn
Tippgeraet
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1
Liebe Radreisende

nun sind wir schon fast ein Jahr wieder zurück und planen bereits die nächste Reise. Da uns das Radreise-Wiki und das Forum bei der Planung unseres ersten Ausflugs so unglaublich geholfen haben, möchten wir nun doch noch unseren Reisebericht mit euch teilen.

Wir sind Ende der Elternzeit mit dem Nachwuchs Richtung Nordosten aufgebrochen. Erstens waren wir da noch nie, zweitens wollten wir möglichst viel Rückenwind haben (unglaublich gute Entscheidung) und drittens finden wir es schön von der Haustür aus los zu fahren.

Der Nachwuchs ist auf der Reise (auf Sareema in Estland) 1 Jahr alt geworden und nach anfänglichen Schwierigkeiten, haben wir unseren Fluss gut gefunden. Übernachtet haben wir im Zelt, auch dass war eine gute Entscheidung, da dann jede Nacht "im selben Bett" geschlafen wurde. Bei Regen sind wir auf einfache Unterkünfte ausgewichen.

Beim Equipment haben wir im Zweifelsfall auf Zuverlässigkeit geachtet und z.B. monatelang auf ein noch bezahlbares 3-Personen-Hilleberg gelauert. Bei Reisen mit Kind wollten wir auf keinen Fall irgendwann mit Wasser im Zelt aufwachen oder den vierten Platten auf 10km reparieren.

Durchgekommen sind wir dann tatsächlich nur mit einem Platten am Anhänger, welcher dann bei Nieselregen geflickt wurde, während das Kind selig darin weiter schlief.

Die Route haben wir vorher grob geplant, Etappen und Unterkünfte haben wir sehr spontan festgelegt. Am Abend vorher haben wir zwei bis drei mögliche Zeltplätze (30-60 km) rausgesucht und mittags dann entschieden welcher von denen es werden wird. Gefahren wurde während des Vormittags- und Nachmittagsschlafes, d.h. spätestens um 10 Uhr mussten wir auf dem Rad sitzen.

Navigiert haben wir mit den den R1-Karten. Supermarkt, Cafe und Zeltplatz haben wir aber über maps.me auf dem Telefon gefunden.

Alles in allem hatten wir eine großartige Zeit und freuen uns schon auf die nächste Reise, auch wenn die Etappen sicher etwas kürzer sein werden.


https://familie.braun.im/reisefieber/wp-content/uploads/2016/07/wpid-wp-image-1055972456jpg.jpg
Bild in Link umgewandelt. Bitte nicht mehr als 1024px in der Breite. Zur Erläuterung siehe hier

Bild aus Estland, man beachte den Reservereifen und das trocknende Lätzchen am Anhängergriff.

Liebe Grüße und bis bald auf dem Zeltplatz
Tippgerät

sorry: Beim Verschieben ist der Link auf eure Reiseseite verloren gegangen:
https://familie.braun.im/reisefieber/

Geändert von Juergen (14.05.17 13:46)
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