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#1250184 - 22.11.16 08:04 Sommertour 2016
wolfgang 65
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 38
Dauer: 1 Monat, 13 Tage
Zeitraum: 25.7.2016 bis 5.9.2016
Entfernung: 3302 Kilometer
Bereiste Länder: Litauen; Polen; Russland, Russische Förderation


Hallo Tourenfreunde
Der Reisebericht von meiner diesjährigen Tour ist fertig, meine Frau hat gute Arbeit geleistet. Wir machen immer ein Buch für uns, zur Erinnerung. Wer Interesse hat ,kann ja mal einen Blick reinwerfen.
https://www.fotobuch.de/show/5F6F5E733EBB69E839F7E51CE21BF0BC
Wenn Fragen auftreten, beantworte ich sie gerne
Wolfgang 65
Gruß
Wolfgang

Geändert von Keine Ahnung (22.11.16 09:45)
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#1250203 - 22.11.16 09:51 Re: Sommertour 2016 [Re: wolfgang 65]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 6398
Tolle Tour und wirklich schönes Tourenbuch. Da kannst Du Deiner Frau wirklich Danke sagen! Wenn ich etwas mehr Zeit finde, werde ich das Buch sicherlich noch genauer durchsehen.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1250430 - 23.11.16 12:23 Re: Sommertour 2016 [Re: Keine Ahnung]
wolfgang 65
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 38
Den Reisebericht in anderer Form findest du hier
http://radtouren.meyer-samswegen.de/category/polen_litauen/

Gruß Wolfgang
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#1250438 - 23.11.16 13:08 Re: Sommertour 2016 [Re: wolfgang 65]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1818
Wirklich klasse Tour. Da wäre einiges dabei was mich interessieren würde.
Das Buch prima gemacht von deiner Frau. Respekt! dafür
Gruss
Markus
Forza Victoria !
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#1250440 - 23.11.16 13:16 Re: Sommertour 2016 [Re: wolfgang 65]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 6398
Auch eine sehr schöne Darstellung der Tour. Wie gesagt, ich muss etwas mehr Zeit haben, um das alles näher zu betrachten. Das ist für mich interessant, da ich bereits vor 2 oder 3 Jahren einen "Track" entworfen hatte, der in großen Abschnitten Eurer Tour gleicht.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1250472 - 23.11.16 14:30 Berlin - Kopenhagen 40
dietr
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14
Hallo,

da Berlin-Usedom (BU24) dieses Jahr ausfiel, haben Andreas (NochEinAndreas), Stefan(Stefan666) und ich Anfang April mal eine Strecke von Berlin nach Kopenhagen erkundet.

Hier der Track:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vkfbqovkqsgmqlcm

Am ersten Tag ging es von Berlin nach Rostock. Von dort nahmen wir die letzte Fähre nach Gedser und schliefen ein paar Stunden auf dem Naturcampingplatz fast direkt am Hafen. Am nächsten Tag ging es dann nach Kopenhagen. Leider davon 100 km im Regen...

In Kopenhagen verbrachten wir noch einen Tag auf dem Campingplatz in der Stadt und fuhren dann mit Flixbus zurück nach Berlin.

Brutto waren wir von Berlin nach Kopenhagen fast genau 40 Stunden unterwegs - BeKo40.

Die Fahrt ließe sich auch gut mit einer größeren Gruppe machen. Einziges Problem wäre die Koordination der Rückfahrt wegen begrenzter Fahrradplätze in den Bussen. Hier müsste man sich aufteilen.

Viele Grüße
Dietrich
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#1250478 - 23.11.16 14:49 Re: Sommertour 2016 [Re: wolfgang 65]
Vegveloman
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7
In Antwort auf: wolfgang 65
[mod]

Hallo Tourenfreunde
Der Reisebericht von meiner diesjährigen Tour ist fertig, meine Frau hat gute Arbeit geleistet. Wir machen immer ein Buch für uns, zur Erinnerung. Wer Interesse hat ,kann ja mal einen Blick reinwerfen.
https://www.fotobuch.de/show/5F6F5E733EBB69E839F7E51CE21BF0BC


Oh ja, das Buch ist wirklich interessant gestaltet und die kleinen Anekdoten sehr unterhaltsam. Tolle Reise und tolles Erinnerungsstück.
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#1251162 - 27.11.16 17:00 Re: Sommertour 2016 [Re: wolfgang 65]
luet
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 18
Hallo Wolfgang,
da hast du eine tolle Tour vorgestellt.
Gibt es zu deiner Tour einen GPS-Track und wenn ja, wo.
Franz

Wer nie geht, kehrt nie heim.
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#1251342 - 28.11.16 08:02 Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Berichte [Re: 2blattfahrer]
wolfgang 65
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 38
Hallo Luet
Da ich alles mit Navi fahre gibt es für diese tour natürlich auch den Track. Wenn du Interesse an einzelnen Strecken oder der gesamten tour hast, lass es mich wissen. Ich kann es dir zuschicken.
Gruß
Wolfgang
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#1252293 - 01.12.16 14:13 Andalusienrundtour April 2016
kettenfahrer
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 218
Unterwegs in Deutschland

Dauer: 10 Tage
Zeitraum: 31.3.2016 bis 9.4.2016
Entfernung: 0 Kilometer
Bereiste Länder: Spanien
Externe URL: LINK


Hallo Leute,
liebe Gemeine,

ich habe das Fotovideo zu meiner Tour durch Andalusien überabreitet.
Hier der Link:
Andalusienrundtour April 2016

Viel Spaß bein Gucken!

Grüße, Alex.
Der Weg macht süchtig
www.kettenfahrer.berlin

Geändert von Keine Ahnung (01.12.16 15:06)
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#1252967 - 05.12.16 11:06 mit dem Rad nach Togo
markus-1969
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 44
Bereiste Länder:
Côte d'Ivoire
Gambia
Ghana
Guinea
Guinea-Bissau
Liberia
Marokko
Mauretanien
Senegal
Sierra Leone
Togo
Westsahara


http://www.wuestenschiff.de/phpbb/westafrika-per-fahrrad-t53512.html

Zitat:
vor vier Jahren habe ich meinen Job als Unternehmensberater an den Nagel gehängt und bin mit dem Fahrrad u.A. durch Westafrika geradelt. Ohne Karte, ohne Navi. Mein Ziel: ich wollte nach Togo radeln, um einen Kaffee zu trinken - einen Coffee to go in Togo eben.

Bei der Westsahara und Mauretanien hatte ich etwas geschummelt und bin per Anhalter gefahren. Den Rest habe ich auf dem Fahrrad zurückgelegt


Näheres siehe dort - auch den Verfasser (der bin nicht ich).

Geändert von Keine Ahnung (05.12.16 11:57)
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#1253963 - 11.12.16 15:11 Herbstreise mit neuem Faltrad [Re: 2blattfahrer]
FordPrefect
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2435
Vor kurzem habe ich mir mir mal wieder ein neues Rädle zusammengestellt (dafür habe ich mich von einem anderen getrennt). Diesmal sollte es ein Faltrad werden - absolutes Neuland für mich. Ich bin ein paar Räder probegefahren und dann war klar: es wird ein Rädle mit 406er Bereifung. Am besten hat mir das Fahrverhalten der Terns gefallen, aber der Lenker war für mich viel zu hoch und zu weit hinten, da ich immer mit Sattelüberhöhung und in gestreckter Sitzposition fahre. Deshalb habe ich ein Tern Verge P9 genommen und dann etwas modifiziert: Breitere Reifen, 100mm niedrigeren Vorbau und 85mm mehr Vorbaulänge. Dazu Curana-Schutzbleche, einen Racktime-Gepäckträger und Halter für meine schon vorhandene Akkubeleuchtung. Auf dem Gepäckträger habe ich noch eine Kupplung für einen großen Trolley montiert und dann konnte es los gehen.

Ende November bin ich früh morgens mit dem Gepäck auf dem Trolley nach Karlsruhe zum Bahnhof und mit dem IC nach Nürnberg. Normalerweise hätte ich 2 Fahrradtickets benötigt, aber da ein gefaltetes Rädle als Handgepäck zählt, wird auch der Trolley vom Anhänger zum Handgepäck grins (das macht hin und zurück: 4 Fahrradtickets gespart)
Der Anhänger fuhr sich erstaunlich neutral am Gepäckträger (25kg) - nur beim Bremsen (2 V-Bremsen) mußte ich mich etwas umstellen, da ich sonst mit Scheibenbremsen verzögere. In Nürnberg bin ich dann zum Campingplatz gefahren und hatte die komplette Zeltwiese für mich allein - weg von riesigen Wohnmobilen und Wohnwagen. Nach dem Zeltaufbau bin ich erst einmal in den nächsten Supermarkt gefahren und habe einen Großeinkauf für die nächste Woche gemacht - bei dem Wetter ist das Vorzelt ein super Kühlschrank (das Bier habe ich unter den Zeltboden gelegt, damit es nachts nicht gefriert und platzt).

Am nächsten Morgen habe ich erst mal gemütlich im warmen Aufenthaltsraum des Campingplatzes gefrühstückt und als draußen die Sonne etwas Wärme und ein herrliches Herbstlicht brachte, bin ich auf die erste Ausfahrt mit dem neuen Rädle gegangen. Vorbei am Nürnberger Fußballstadion die B4 überquert und im Wald weiter in Richtung Fischbach - raus aus der Großstadt.

Fischbach liegt nur ein paar Kilometer südöstlich vor Nürnberg, aber ich fühlte mich sofort draußen - auf dem Land. Fachwerkhäuser, Wiesen und Wälder - herrlich im Herbstlicht. Leider ist immer irgendwo eine Autobahn im Weg, wenn man nach Kompaß durch den Wald fährt. Aber nach ein paar mal links und rechts habe ich dann doch einen Weg in Richtung Feucht gefunden. Da war gerade Bauernmarkt - ideal für eine kleine Mittagsrast. Von Feucht bin ich dann wieder durch Wald und Wiesen weitergefahren. Die Big Apple in 50-406 fahren sich auf Feld- und Waldwegen ausgesprochen gut (natürlich fahren 57-559 besser ) - ich war angenehm überrascht. Mitten im Wald lag ein See - ganz ruhig - der leuchtende Herbstwald spiegelte sich - herrlich.

Danach ging es durch einen verwunschenen Wald weiter in Richtung Ludwig-Donau-Main-Kanal. Die Nachmittagssonne schien und das Spiegelbild des Waldes war berauschend, als ich dem alten Kanal viele Kilometer Richtung Nürnberg folgte.

Kurz hinter Worzeldorf habe ich dann den Kanal verlassen und bin an einem alten Steinbruch vorbei, zurück nach Nürnberg gefahren. Hier wurden in früheren Jahrhunderten die Steine für die wachsende Großstadt gebrochen. Im 19.Jahrhundert wurden sie dann auf dem damals aktiven Kanal in die Stadt befördert.

Noch ein paar Meter weiter, und ich wußte, Nürnberg kann nicht mehr weit sein - der ganze Wald duftete nach Lebkuchen (hinter dem Wald ist eine der größten Lebkuchenbäckereien Nürnbergs). So fand ich den Heimweg "immer der Nase nach". In Nürnberg entdeckte ich naoch eine alte Genossenschaftssiedling (Eisenbahnergenossenschaft - gebaut am Anfang des 20. Jahrhunderts) - hier schien die Zeit etwas langsamer zu ticken...

Die nächsten Tage habe ich noch einige Touren im Nürnberger Süden gemacht und als Schmankerl gabs noch die Critical Mass in Nürnberg . Da gabs auch Bier - eine Mass war manchem nicht genug ! In anderen Teilen Deutschlands wäre man eine Mass Bier beim Radeln kritisch - aber nicht in Bierfranken ( ich habe mich gerne bekehren lassen ) bier

Nach einer schönen Woche Urlaub hieß es wieder Zeltabbau und Gerödel verstauen. Zum Glück schien zum Abschied wieder die Sonne, so daß das Eis vom Zeltdach taute und ich alles noch halbwegs trocknen konnte (sonst hätte das Zelt warscheinlich im Zug angefangen zu tropfen).

Fazit: Das Tern ist durchaus reise- und tourentauglich, läßt sich auch gut auf Feld- und Waldwegen fahren und ist ideal für Zugreisen. Das einzige, was ich noch ändern werde: Das riesige vordere Gebiß mit 55 Zähnen werde ich durch ein 42er ersetzen: Ich will nicht bergab bei 50km/h gemütlich mittreten, sondern auf der Ebene und am eine feinere und kürzere Abstufung. Damit komme ich auf der Ebene, wenns sein muß, immer noch auf 25-30km (bei 90-100 Trittfrequenz)und das reicht mir vollkommen.

Viele Grüße / Micha

P.S.: Die ganzen Bilder, die ich angehängt hatte, habe ich wieder gelöscht, da sie nach dem Absenden nicht mehr sichtbar waren.....

vielleicht könnt ihr dies aufmachen ?!?
https://www.flickr.com/photos/27645742@N05/albums/72157676092901521

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Always look on the bright side of life !

Geändert von FordPrefect (11.12.16 15:21)
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Off-topic #1253972 - 11.12.16 15:38 Re: Herbstreise mit neuem Faltrad [Re: FordPrefect]
Standschalter
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1238
Hallo Micha,

schöne Tour!

Wie sind denn so deine Erfahrungen mit den Crosso - Taschen? Insbesondere Hinsichtlich Wasserdichtigkeit und Aufhängesystem. Und im Vergleich mit Ortlieb Classics.

Ich will alles wissen grins.

Viele Grüße,
Felix
Der Fahrradmarkt ist wie eine Tüte Haribo: man pickt sich das heraus, was man mag. Den Rest können die Anderen futtern.
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Off-topic #1253983 - 11.12.16 16:49 Re: Herbstreise mit neuem Faltrad [Re: Standschalter]
FordPrefect
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2435
Die Taschen habe ich seit 4-5 Jahren im täglichen Einsatz: Arbeit, schwere Einkäufe, Urlaub. Ob sie noch absolut wasserdicht (tauchdicht) sind, weiß ich nicht, aber ich hatte bisher noch keine Wasserprobleme. Das Aufhängesystem ist absolut primitiv und einfach, aber sicher. Der Hakenabstand läßt sich allerdings nicht verstellen. Die untere Aufhängung ist auch einfach und sicher (ähnlich wie Ortlieb vor 20 Jahren). Ich werde sie mir auf jeden fall wieder kaufen (die haben jetzt ca. 40.000km und wenn sie jetzt irgendwann kaputt gehen sollten, wäre die Hebamme nicht mehr schuld).

Viele Grüße / Micha
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Off-topic #1254006 - 11.12.16 17:24 Re: Herbstreise mit neuem Faltrad [Re: FordPrefect]
Standschalter
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1238
Danksche!
Der Fahrradmarkt ist wie eine Tüte Haribo: man pickt sich das heraus, was man mag. Den Rest können die Anderen futtern.
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#1254012 - 11.12.16 17:39 Auf der Todesstraße
ojmjakon
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2
Dauer: 1 Tag
Zeitraum: 8.10.2015 bis 8.10.2015
Entfernung: 65 Kilometer
Bereiste Länder: Bolivien


Text + Fotos: http://www.teufel-komm-raus.at/2015/10/08/auf-der-todesstra%C3%9Fe/

Textversion:
---

Bolivien ist ein herrliches Land, und am allerherrlichsten ist die Natur. Deshalb erwartete uns am Morgen des 8. Oktober ein Minibus vor dem Hostel. Drinnen saßen zwei Spanier und drei Bolivianer – der Fahrer und zwei Guides. Auf dem Dach waren ein paar Mountainbikes mit fetten Reifen montiert, im Wagen befand sich nebst warmer Kleidung und Schutzausrüstung ein großes Sauerstoffaggregat. Und los gings.


Bei der Cumbre handelt es sich um einen 4.643 Meter hohen Pass bei La Paz, und dort oben, zwischen Nebelwänden und Schneefeldern, beginnt die berühmte Todesstraße. Die Carretera de la Muerte verbindet La Paz über die Cumbre mit dem dreieinhalbtausend Meter tiefer gelegenen Ort Yolosa im Amazonas-Dschungel. Von paraguayischen Kriegsgefangenen in den 1930er-Jahren in die teilweise vertikalen Abhänge der Yungas geschlagen, gilt die Todesstraße nach wie vor als gefährlichste Straße der Welt. Bis zur Eröffnung einer Umfahrung im Jahr 2006 starben hier jedes Jahr zwischen 200 und 300 Menschen.


Warum man sich da mit einem Fahrrad runterhaut? Weil die Straße, nebenbei bemerkt, die schönste ist, die ich in meinem Leben gesehen habe. Auf 65 Kilometern durchquerst du verschiedenste Klimazonen und hast atemberaubende Ausblicke auf Wasserfälle, Berge, Dschungel, Koka-Plantagen und – in die Tiefe. Du beginnst mit einer dicken Jacke und Handschuhen und kommst ein paar Stunden später in der Badehose unten an.


Was die Straße so gefährlich macht, ist weniger ihre Ausgesetztheit als ihre Enge. Zwei Lastwagen kommen hier kaum aneinander vorbei. Auf der Straße herrscht Linksverkehr, damit die Fahrer auf der Talseite besser einschätzen können, wie viel Platz sie noch haben. Die Straße ist auf ihrer gesamten Länge von Kreuzen gesäumt. Die Spanier entdeckten in der Tiefe ein kleines blaues Auto, das laut Guides vor ein paar Monaten vom Weg abgekommen war. Noch ein paar Monate, dann hat es der ewig wuchernde Urwald verschluckt.


Wir brausten also frohgemut über den Kies und genossen die Aussicht. Ein Teilnehmer einer anderen Gruppe stürzte und kam einen knappen halben Meter neben dem Tal ohne Wiederkehr zu liegen. Der ließ es dann ein bisschen vorsichtiger angehen, glaube ich. Zoryana und ich hatten einen Guide für uns alleine, dieser ließ sich aber nur dann und wann blicken, um uns zu fotografieren, und stresste uns nicht. Den Guides zufolge waren hier in den letzten 21 Jahren 19 Fahrradtouristen und 6 Guides gestorben. Auf einem kleinen Parkplatz fanden wir einen gemütlichen alten Herrn, der auf einer Bank saß, neben sich ein Rettungsauto. Er erzählte uns vergnügt, dass er hier für Rettungen zuständig sei.


Das Wetter war perfekt, wir waren eine kleine Gruppe, und die beiden Guides waren gut drauf. Kurz vor Yolosa berieten sie sich kurz und beschlossen dann, uns ein besonderes Abenteuer zuteil werden zu lassen. Sie wiesen auf einen schmalen, steilen, steinigen und extrem ausgesetzten Pfad. Auf geht’s, Burschen!


Was dann folgte, war Downhill im eigentlichen Sinne, mit dem Unterschied, dass die entsprechenden Strecken in Europa nie dermaßen ausgesetzt sind: Neben dem Weg, der kaum breiter als einen halben Meter war, ging es teilweise hundert Meter senkrecht nach unten. Außerdem werden in Europa für solche Zwecke vollgefederte Downhill-Räder mit niedrigem Sattel und Scheibenbremsen herangezogen. Mein Fahrrad verfügte über zwei einigermaßen funktionierende Felgenbremsen. Der Weg war dermaßen steil, dass ich einmal beinahe über den Lenker gepurzelt wäre. Wo die Bremsen nicht ausreichten, bremste ich zusätzlich mit dem Fuß an der Wand. Aber wir kamen glücklich unten an. Allgemeines Händeschütteln, wir freuen uns, dass es uns noch gibt… Im Tal warteten wir auf Zoryana, die die eigentliche Todesstraße weitergefahren war, dann ließen wir es uns bei einem Buffet am Pool gutgehen. Bolivien ist leiwand.

Geändert von Keine Ahnung (11.12.16 20:37)
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#1254018 - 11.12.16 17:50 Re: Herbstreise mit neuem Faltrad [Re: FordPrefect]
Hasenbraten
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 474
In Antwort auf: FordPrefect
Die ganzen Bilder, die ich angehängt hatte, habe ich wieder gelöscht, da sie nach dem Absenden nicht mehr sichtbar waren.....

vielleicht könnt ihr dies aufmachen ?
So müsste es gehen...

Album: Herbstreise mit Faltrad

Servus
Gregor
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#1255805 - 20.12.16 18:06 Rhein - von der Quelle zum Meer - mit dem 1Rad
Hans Howald
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13
Dauer: 26 Tage
Zeitraum: 26.5.2016 bis 20.6.2016
Entfernung: 1311 Kilometer
Bereiste Länder: Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Niederlande, Schweiz


Mit dem Einrad auf Radwegen entlang dem Rhein von der Quelle in den Schweizer Alpen bis zum Meer. Heuer war es der regenreichste Monat seit vielen Jahren und der Rhein Radweg war an manchen Stellen vom Hochwasser überflutet. Die Rückfahrt ins Elsass erfolgte als Passagier auf einem Rhein- Frachtschiff.

Video:
https://youtu.be/BSoFUVStK90

Bilder:
https://goo.gl/photos/DBHonQc9sKt4Bane9

Geändert von Keine Ahnung (20.12.16 19:59)
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#1257058 - 30.12.16 12:37 Radreise Kroatien September 2017
Rad-Franz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Hallo Forum,

wie versprochen stelle ich den Link zu meinem Urlaubsbericht ein, sobald er fertig ist.
Gemeinsam mit einem ehem. Arbeitskollegen fuhr ich heuer im September von Österreich nach Kroatien- heim dann mit den Öffis.

Es war eine herrliche Tour!

Da ich die über 80 Seiten nicht ins HTML kopieren möchte, kann ich den Bericht nicht unter die Kategorie "Radreisen" reintun, deshalb gibt es hier einen Link:
Radreise Kroatien PDF (20,5MB)

Bitte den Bericht - wenn ihr ihn mehrfach lesen wollt - am PC speichern und nicht jedesmal neu runterladen (Datentransferlimit auf meiner HP...).

Viel Freude beim Lesen schmunzel ,
Franz
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#1257067 - 30.12.16 13:52 Re: Radreise Kroatien September 2017 [Re: Rad-Franz]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 12858
Danke für den Bericht, ich lasse immer gerne solche Regionen wieder mal Revue passieren. Trotz intensiver Beackerung um die die meisten Teile eurer Route steht Cres immer noch auf meiner Wunschliste.

In Triest hättet ihr natürlich mit Info übers Forum oder einem geschulten Blick auf GPS oder besser noch Landkarte die Tortur vermeiden können. Opicina liegt logisch oben (Karstabbruch zur Küste, Pamoramaweg, von Dichtern besungen), der letzte Camping vor der Stadt unten in Sistiana beim Karstabbruch Duino (Rilkeweg). Ab Sistiana/Aurisina kommt man recht einfach nach Opicina über flacher ansteigende Straßen, etwa über Prosecco oder schöner über Propetto und die italienische Karst-Weinstraße. Steht man mal in Triest, führt eine Straße in einem weiten Bogen über die Universität nach Opicina (ist zwar recht viel Verkehr, aber eben erträglich zu fahren, keine engen Gassen). Die Straßenbahn ist übrigens in Teilen Standseilbahn, was einen Hinweis auf die Steilheit dieser Passage hinweist, die ihr gefahren seid.

Die Ausfahrt ist wohl auch subotpimal gewesen. Es gibt über das Val Rosandra einen sehr reizvollen Bahntrassenweg nach Slowenien von Triest aus (Richtung Kozina), Zugang wäre auch oberhalb möglich. Eine andere schöne Variante wäre in einem Bogen etwa über Repen bzw. dort östlich vorbei nach Slowenien, ein Stück Umweg dortige Karst-Weinstraße über Dutovlje, via Sezana die verkehrsberuhigte Straße über das weltbekannte Pferdegestüt Lipica zu nehmen.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1257072 - 30.12.16 14:25 Re: Radreise Kroatien September 2017 [Re: Rad-Franz]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 30530
Ich habe ihn gespeichert und auch gleich gelesen. Spätestens ab Ilirska Bistrica dürfte ich die Strecken schon mehrfach befahren haben. Der Zeltplatz in Medveja kam von denen bei Opatija auch bei mir bisher am Besten weg. Dass die Sanitäranlagen in den letzten Jahren gelitten haben, ist schade, bei der Belegung im Sommer aber kein Wunder. Cres dürfte von den Inseln in der Kvarner Bucht wirklich am angenehmsten sein. Ist der Zeltplatz Kovačine immer noch auf der rechten Seite FKK-Platz? Ich habe den Eindruck, dass diese an der Küste des alten Jugoslawiens mal verbreitete und beliebte Einrichtung immer seltener wird. Weiß der Geier, was die Leute wieder konservativ-»züchtig« gemacht hat.
Habt Ihr mitbekommen, wie lange die Wiederelektrifizierung der alten Südbahnstrecke zwischen Divača und Ljubljana noch dauern soll? Der Zusammenbruch der (italienischen) Fahrleitung durch den massiven Eisansatz war, wenn ich mich richtig erinnere, im Winter 2013. In der Zeit seitdem hätte man die gesamte Fahrleitung auf deutlich robusteres Material umbauen können. »Bei Postojna« ist auch etwas schwammig. Prestranek und Rakek dürften die benachbarten Bahnhöfe sein.
Falk, SchwLAbt
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#1257098 - 30.12.16 18:35 Re: Radreise Kroatien September 2017 [Re: Falk]
Rad-Franz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Servus ihr beiden,

danke für eure Antworten schmunzel !

Bahntrassenweg von Trieste nach SLO:
Der wäre wohl wirklich sehr schön gewesen - ich hab mir gerade Bilder im Web angesehen, da ärgere ich mich direkt, dass ich nicht auf die Idee gekommen bin nach diesen Wegen in dieser Gegend zu suchen.
Ich hab zwar im nördlicheren Abschnitt nach Bahntrassenwegen im Internet gesucht, aber soweit südlich leider nicht traurig .
Vielleicht habe ich nochmals die Gelegenheit.


Campingplätze:
In Sistiana wären wir sogar schon am Meer gewesen, da wir die Küstenstraße am Meer suchten - die es natürlich nicht geben kann, wenn man schon ein paar Höhenmeter oberhalb drauf fährt grins .
Aber naja, so haben wir noch ein bisserl Kalorien verbrannt bis Opicina über Umwege listig.

Medveja:
Da hab ich auf das Brausen verzichtet, obwohl ich normalerweise da wirklich nicht eitel bin- hoffentlich wir das bald gerichtet, denn der Platz ansich hat mir wirklich gut gefallen!
Vielleicht liegt's aber auch am Datum - es war bereits das Ende der normalen Campingsaison (außer dieser Platz hätte länger geöffnet).

Kova&#269;ine:
Dieser herrliche Campingplatz hat immer noch den FKK Bereich im rechten Bereich mit Blickrichtung Meer - unser Zeltplatz war vielleicht 50m davon entfernt.
Ich bin selber FKK Freund (keine nassen Badehosen,...), allerdings sind wir nie rüber gegangen, da wir dort auch kaum im Wasser waren.
Aber ich brauche auch keinen FKK Platz, um natürlich schwimmen zu gehen (wo kein Kläger [vorhanden], dort kein Richter :)) .

Eisenbahn:
Darüber weiß ich leider nicht Bescheid- ich wusste gar nicht die Ursache, bevor du es hier gechrieben hast grins .
Aber dass es schon so lange her ist, dafür spricht auch, dass wir beim Kartenkaufen nicht darauf hingewiesen worden sind(so haben wir es erst erfragen müssen).
Wo wir umgestiegen sind - ich weiß nur noch, dass wir ein Foto vom Bahnhof Postojna gemacht haben (allerdings noch vom Bus aus), die nächsten Fotos waren schon aus der Zugperspektive. Nun weiß ich es nicht mehr genau (kann aber nur max. 1-2 Bahnhöfe weiter gewesen sein)...


Beste Grüße aus Andorf,
Franz




Geändert von Rad-Franz (30.12.16 18:43)
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#1262551 - 26.01.17 01:57 Yucatan tour
gera
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 461
Unterwegs in Deutschland

Hallo fellows
ich bin unterwegs für ca 4 Woche in Yucatan wenn jemand lust kann er sich meine Journal ansehen

http://www.crazyguyonabike.com/doc/18877

Safe ride an alle
www.lococoupleonabike.com
www.colmanlerner.zenfolio.com
No Sueñes Tu Vida, Vive Tus Sueños

Geändert von Toxxi (26.01.17 07:23)
Änderungsgrund: Titel geändert
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#1262553 - 26.01.17 03:42 Yucatan tour [Re: gera]
gera
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 461
Unterwegs in Deutschland

Titel correction
www.lococoupleonabike.com
www.colmanlerner.zenfolio.com
No Sueñes Tu Vida, Vive Tus Sueños
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#1265539 - 10.02.17 23:18 From End to End oder LEJOG Sommer 2015 [Re: gera]
Bahnhofsradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 571
Dauer: 22 Tage
Zeitraum: Juli/August 2015
Entfernung: ca. 2.000 Kilometer
Bereiste Länder: England und Schottland.

Im Sommer 2015 haben mein Sohn Paul und ich uns einen Traum erfüllt. Er hatte sein Abitur geschafft! Und danach haben wir uns (mal wieder) in die Pedale geschwungen. Für uns war es eine Herausforderung.

1. von der Länge
2. das erste Mal mit Zelt unterwegs
3. ach - einfach klicken und lesen!

wer sich über die die komische Webadresse mokiert - Antwort per PN!

Hier nun der Reisebericht zu LEJOG

Gruß - Reinhard
Hauptsache: Allzeit genügend bar auf den Pneus

Geändert von Bahnhofsradler (10.02.17 23:19)
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#1269335 - 06.03.17 18:24 Kleine Gran Canaria-Runde - Küstenstraße gesperrt! [Re: 2blattfahrer]
textsalat
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Hallo zusammen,

wollte kurz von der vierttägigen Rundtour berichten, die ich Ende Februar auf Gran Canaria gemacht habe - unter anderem auch, damit Menschen, die mit ähnlichem liebäugeln, ihre Höhenmeter freiwillig, und nicht (wie ich diesmal) anteilig notgedrungen sammeln ;-)



Meine geplante Runde ging von Playa del Inglés nach Fataga, via Cruz de Tejeda nach Agaete, nach La Aldea und wieder nach Playa del Inglés zurück - und zwischen Agaete an der Nordwestküste und La Aldea wollte ich die GC 200 an der Küste entlang fahren.

Dass die GC 200 (mutmaßlich für immer, die Autobahn soll stattdessen fortgeführt werden) wegen erneuter Erdrutsche zwischen El Rico und dem Mirador del Balcon gesperrt ist, habe ich eher zufällig am Vorabend dieses geplanten Streckenabschnitts im Hostel in Agaete erfahren. Naja, zumindest nicht erst am nächsten Tag an der Absperrung… Als ich die Strecke im Dezember auf GPSies geplant hatte, gab es die Sperrung noch nicht, und bis zu Google maps scheint sie sich immer noch nicht rumgesprochen zu haben.

Für mich hieß es also ungeplant zurück mitten in die Berge (genau die Straße, bei der ich mich am Vortag gefreut hatte, dass ich sie (bis auf die kleinen fiesen Gegenanstiege) nur bergab rolle), dann via des höchsten Dorfes der Insel, Artenara, über die wahrhaft sehens- und fahrenswerte GC 210 hinunter nach La Aldea.

Ich fahre normalerweise keine 2.000 hm am Tag, dazu Schüttregen (oben sogar feiner Hagel), Nebel,… nur selten Trost, zum Beispiel, als der mitleidige Barbesitzer, dessen Mobiliar ich vollgetropft habe, mir zum in Agaete angebauten Kaffee ein Stück Mandelkuchen schenkte. Oben habe ich mich erst mal in einer Bushaltestelle klappernd trockengelegt und umgezogen. Und obwohl ich eigentlich nass und kalt gar keine Lust auf eine 30km Abfahrt hatte, hat mich diese angeblich einsamste Straße Gran Canarias doch völlig begeistert, deren Serpentinen wir Spaghetti gegen den Fels geworfen zu sein scheinen. Aus zusammengebissenen Zähnen wurde schnell glückliches Radfahrerinnenlächeln. Leider war mit zu fröstelig für große Fotopausen, lediglich ein Foto, als weiter unten schon wieder etwas Wärme und Sonne endgültig mit dem Tag versöhnten, habe ich gemacht. Mit dem Auto würde ich sie nicht fahren wollen… in Passagen verdammt schmal. Ob es nun die einsamste Straße ist, mag ich nicht beurteilen, viel los war aber nicht, das auf dem Bild hier ist schon Rush Hour ;-).


Ansonsten sind die Anstiege auf GC echt nicht von schlechten Eltern (von La Aldea nach Morgan am Tag nach der 'Extratour' hab ich ganz schön geflucht) - bin aber auch die Rennrad-Gangschaltung nicht gewöhnt, die mein Leihrad hatte. Das war ansonsten sehr ordentlich, und mit mitgebrachter Ortlieb-Bikepacking-Sattelstützen-Tasche und Lenkertasche bin ich gut klargekommen mit kleinem Gepäck. Unterkünfte vorbuchen würde ich dringend empfehlen, zumindest zu dieser Jahreszeit, spontan hätte ich in dreien meiner vier Quartiere während der Radrunde nichts mehr bekommen.

Die Landschaft auf Gran Canaria hat mich sehr begeistert. Auf der Nordhälfte haben Wolken und Nebel allerdings den ein oder anderen Vorhang vors Panorama gehängt.

Verkehr hat mich nirgends gestört, auch nicht auf der GC 60 aus Playa del Inglés raus ins Gebirge rein - was aber an meiner Abfahrzeit Sonntag Mittags gelegen haben mag. Das Stück Küstenstraße von Puerto de Mogan bis Arguineguin bin ich mit einem Boot der Líneas Blue Bird 'geshuttelt', eher zufällig, die Fähre stand dort abfahrbereit, als ich mit den Hafen anschauen wollte, und da schien mir die andere Perspektive reizvoller als die ganze betriebsame Südküstenstraße langzufahren. Mein Rad wurde gratis befördert - ich habe 11 Euro bezahlt. So konnte ich die monströsen Hotelbauten in Ruhe von Deck auf mich wirken lassen.

Insgesamt waren es 220 km und 5.500 hm in vier Tagen - für Rennradler wohl eher eine Zweitagestour, aber für mich so schon eine Herausforderung. Allen GC-Reisenden würde ich übrigens unbedingt ans Herz legen, auch ein bisschen der Insel zu erwandern, da habe ich im Anschluss ebenfalls sehr schöne Touren gemacht (mit Petrus mehr auf meiner Seite).

Viele Grüße
Anna

Geändert von textsalat (06.03.17 18:30)
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#1269590 - 07.03.17 19:09 Re: Kleine Gran Canaria-Runde - Küstenstraße gesperrt! [Re: textsalat]
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Hallo Anna,

alle Achtung - tolle Leistung, bei dem Profil schmunzel Wir haben letztes Jahr auf unserer Tour von daheim nach Teneriffa GC durchquert, wobei ich alles geradelt bin und Sybille zum Teil. Wir hatten uns zum Mietwagen-Backup entschlossen (mehr dazu auf unserer Homepage, Button oben links, letztes Sechstel des Texts). Der Hauptgrund war, dass wir im Inselinneren keine Quartiere für eine Nacht kriegen konnten außer dem Parador am Cruz de Tejeda, uns das war uns vom Flughafen (wir hatten wesentlich mehr Gepäck) zu weit.

Frage: Wo hast du denn in Fataga und in Aldea de San Nicholas übernachtet, und wie bist du da dran gekommen? Und wo hattest du dein Rad gemietet - bei Free Motion?

Auf jeden Fall: GC ist eine klasse Insel. Schade, dass die Nordküstenstraße jetzt ganz dicht ist - für Radler war sie das schon vor drei Jahren. Bin aber sicher, dass sie wieder aufgemacht wird; von Autobahn-Baumaßnahmen haben wir in der Ecke noch nichts gesehen. Auf TF war lange Zeit auch die Straße zum Cabo de Teno zu bzw. mit einem fetten Verbotsschild gekennzeichnet. Seit letztem Jahr ist sie wieder offen.

Gruß Thomas
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#1269607 - 07.03.17 21:43 Re: Kleine Gran Canaria-Runde - Küstenstraße gesperrt! [Re: Cruising]
textsalat
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Hallo Thomas, ja genau, Eure Beiträge hatten mich vorher auch inspiriert. Ich war mit dem Rad von Free Motion sehr zufrieden. Es war mein erster Versuch mit 'Minimalgepäck' - notgedrungen, weil kein Rad mit Gepäckträger zu kriegen war. Ging aber ganz gut, auch wenn in den Bergen noch ein dicker Pulli nicht schlecht gewesen wäre.

Ich habe ein paar Kehren hinter Fataga in der Eco Finca Molino de Aqua gewohnt, sehr nett in einer Palmenoase mit Restaurant (inkl. vegetarischer Karte, was mich persönlich sehr gefreut hat), Pool (leider zu kühles Wetter), um die 50 Euro für ein DZ als EZ inkl. recht reichhaltigem Frühstück, und in San Nicholas / La Aldea in der Albergue La Hoyilla für 20 Euro inkl. Frühstück fürs EZ. Beides über Booking.com. Bei airbnb finden sich inzwischen auch diverse Unterkünfte (habe da später in San Mateo z.B. noch sehr schön gewohnt.) Aber üppig sind die Möglichkeiten 'zur Durchreise' tatsächlich nicht...

Die Menschen im Hostel in Agaete meinten, es solle nicht mehr instandgesetzt werden auf der GC 200. Ich wäre sie echt gern gefahren, Fotos sehen grandios aus. Um sie als Stichstraße von La Aldea aus ein Stück zu fahren war ich leider zu platt...

LG Anna
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#1269838 - 09.03.17 08:43 Re: Kleine Gran Canaria-Runde - Küstenstraße gesperrt! [Re: textsalat]
Cruising
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In Antwort auf: textsalat
Ich habe ein paar Kehren hinter Fataga in der Eco Finca Molino de Aqua gewohnt, sehr nett in einer Palmenoase mit Restaurant (inkl. vegetarischer Karte, was mich persönlich sehr gefreut hat), Pool (leider zu kühles Wetter), um die 50 Euro für ein DZ als EZ inkl. recht reichhaltigem Frühstück, und in San Nicholas / La Aldea in der Albergue La Hoyilla für 20 Euro inkl. Frühstück fürs EZ. Beides über Booking.com.

Bei denen buchen wir auch meistens und haben letztes jahr auch geschaut - vielleicht waren wir zu sehr auf die Route über Santa Lucía und San Bartolomé fixiert. Aber egal, so sind wir dann auf drei Nächte in Tejeda gekommen anstatt nur einer, und das ist eh unser Lieblingsort auf Gran Canaria.

Räder mit Gepäckträger kann man auf GC auch finden, z.B. bei Lino in Maspalomas. Ist ein netter Italiener vom Gardasee, aber die Qualität seiner Italo-Trekker (Botecchia, Atala usw.) ist mindestens eine Klasse unter denen von Free Motion. Hast es unbedingt richtig gemacht, und ich muss zugeben, die Bikepacking-Gepäck-Light-Version gefällt mir nach angeblicher Skepsis immer besser. Vielleicht für die nächste Kurztour dann...

Wünsche dir noch viele schöne Kanaren-Touren schmunzel

Gruß Thomas
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#1269908 - 09.03.17 13:49 Re: Kleine Gran Canaria-Runde - Küstenstraße gesperrt! [Re: textsalat]
veloträumer
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In Antwort auf: textsalat
Und obwohl ich eigentlich nass und kalt gar keine Lust auf eine 30km Abfahrt hatte, hat mich diese angeblich einsamste Straße Gran Canarias doch völlig begeistert, deren Serpentinen wir Spaghetti gegen den Fels geworfen zu sein scheinen.

Ein schönes Sprachbild! Foto passt auch noch dazu wunderbar. Gratulation!

In Antwort auf: textsalat
(von La Aldea nach Morgan am Tag nach der 'Extratour' hab ich ganz schön geflucht)

Haha, das kenne ich heute noch, obwohl schon 20 Jahre zurück, hat es sich ins Gedächtnis gebrannt. Ich war allerdings im Dunkeln dort unterwegs, kam in Playa del Ingles erst nach Mitternacht an. Da sah man halt nie, wie es weitergeht. (Für die Forenpolizei: War ohne Licht unterwegs.) Der Ehrlichkeit halber sollte man erwähnen, es ist immer anstrengend ist und mit Auf und Ab verbunden auf den Küstenrouten, aber die Straßen sind nie ganz steil (vermutl. die Hm auch etwas geringer, wenn man barometrisch messen würde), wenn ich mal die Gesamtheit der Bergstraßen als Vergleich nehme, die mir schon unter das Pedal gekommen sind.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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