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#1284347 - 18.05.17 10:11 Erfahrungsbericht Tretlagertausch
Frank B
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5
Hallo zusammen,

ich mag mein Trekkingrad. Es begleitet mich schon seit dem Studium, ich hab es gebraucht gekauf und es dürfte so ungefähr 20 Jahre auf dem Buckel haben. Nach diversen Umbauten an Lenker, Schaltung, Sattel usw. ist es auch das perfekte Reiserad für mich. In letzter Zeit wurde das Tretlager allerdings immer lauter. Trotz Bastelerfahrung und sehr gut ausgerüsteter Werkstatt dachte ich mir, das überlass ich dem Fachhändler. Leider war seine Aussage nach einigen Versuchen: "Das bekommen wir mit vertretbarem Aufwand nicht raus." traurig

Zerknirscht habe ich im Februar ein neues Rad bestellt: Utopia London. Eigentlich war ich mit der Entscheidung nicht so richtig zufrieden. Es gab dann Lieferschwierigkeiten bei Utopia, und nachdem ich acht Wochen nach dem vereinbarten Liefertermin immer noch kein Rad hatte, hab ich es abbestellt.

Also noch mal selbst ran an das alte Rad. Das Tretlager war durch die Ausbauversuche des Händlers schon arg mitgenommen. Die Verzahnung der Kunstoffhülse links fehlte komplett. Auf der Antriebsseite sah es noch ganz gut aus, aber an ein Rausdrehen war gar nicht zu denken. Nachdem auch Einweichen mit WD40 und Rostlöser nichts brachte, habe ich die Kunststoffhülse mit einem Dremel und einem 2 mm Bohrer rund um die Patrone entfernt. Dabei immer darauf achten, das Gewinde nicht zu beschädigen! Jetzt konnte ich Rostlöser von hinten an das Gewinde auf der Antriebsseite bringen, trotzdem wollte die Patrone einfach nicht raus. Erst das Aufschweißen eines 60 cm langen Flacheisens auf das Lager brachte den Erfolg: Lager raus, Gewinde und Rahmen heile! grins

Dem Händler kann man natürlich in Sachen Tretlager nichts vorwerfen. Seine Einschätzung war korrekt. Mir hat die Aktion etwa vier Stunden gedauert. Der Stundenlohn des Händlers hätte den Wert des Rades wohl übertroffen.

Viele Grüße

Frank
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#1284368 - 18.05.17 12:08 Re: Erfahrungsbericht Tretlagertausch [Re: Frank B]
velo 68
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 900
Folgerung: Wer sein Rad liebt, baut regelmässig alle Teile aus um sie ein zu fetten, bevor sie verhocken...
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#1284385 - 18.05.17 12:48 Re: Erfahrungsbericht Tretlagertausch [Re: velo 68]
Sonntagsradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 736
In Antwort auf: velo 68
Folgerung: Wer sein Rad liebt, baut regelmässig alle Teile aus um sie ein zu fetten, bevor sie verhocken...


...oder verwendet moderne Bauteile. Aktuelle Tretlager sind mittlerweile wartungsfrei.
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#1284406 - 18.05.17 13:22 Re: Erfahrungsbericht Tretlagertausch [Re: Frank B]
Andreas R
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 12474
Hallo Frank,

ich hatte auch mal einen hartnäckigen Fall. Ein Händler kam nicht weiter.

Dann kam mir die Idee, die Enden der Metallhülsen in einen Schraubstock einzuspannen. Obwohl der Außenzweikant der Hülse nur 2-3 mm aus dem Rahmen hervorlugte, klappte das ganz gut. Zum drehen hatte ich dann den Rahmen als Hebel, und so ging es.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh
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#1284409 - 18.05.17 13:24 Re: Erfahrungsbericht Tretlagertausch [Re: velo 68]
sigma7
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 2832
In Antwort auf: velo 68
Folgerung: Wer sein Rad liebt, baut regelmässig alle Teile aus

Sorgfältige Montage (wasserfestes Fett, ggf. Schraubensicherung) genügt. Nach einem Rahmenbruch habe ich vorletzte Woche ein Rad demontiert, welches ich vor 8 Jahren aufgebaut habe. Das Rad wurde jeden (Arbeits-) Tag gefahren, auch im Winter; Laufleistung ca. 48.000 Kilometer. Alle Schrauben, einschließlich Tretlager (Shimano BB-UN55), waren mit üblichem Werkzeug und Drehmoment zu lösen.


andre
Eat. Sleep. Ride.
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#1284428 - 18.05.17 14:13 Re: Erfahrungsbericht Tretlagertausch [Re: sigma7]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 13058
Stahlrahmen, Alu-Hülsen der Lager?

Diese Kombination wollte bei mir nach einem Jahr auch nicht. Und ich habe sicher nicht mit zu wenig Fett eingebaut...
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1284431 - 18.05.17 14:19 Re: Erfahrungsbericht Tretlagertausch [Re: Sonntagsradler]
Behördenrad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1640
In Antwort auf: Sonntagsradler
In Antwort auf: velo 68
Folgerung: Wer sein Rad liebt, baut regelmässig alle Teile aus um sie ein zu fetten, bevor sie verhocken...


...oder verwendet moderne Bauteile. Aktuelle Tretlager sind mittlerweile wartungsfrei.


Es geht nicht um die Wartung der Lagerung an sich - sondern um das Festbacken der Gewindeschalen des Lagers im Rahmen. Vor 20 Jahren sparsam eingebaut (kein Fett aufs Gewinde), da hilft dann nur noch schweres Rüstzeug.
Deswegen: Bei häufigen Regenfahrten das Innenlager (auch wenn als solches tatsächlich wartungsfrei) mal regelmäßig rausnehmen und das Gewinde reinigen/einfetten, verhindert solchen Ärger zuverlässig.

In Antwort auf: derSammy
Stahlrahmen, Alu-Hülsen der Lager?

Diese Kombination wollte bei mir nach einem Jahr auch nicht. Und ich habe sicher nicht mit zu wenig Fett eingebaut...

Dann hat das Fett nichts getaugt. Ich habe für sowas privat die Möglichkeit, Montagefett für Maschinen im Offshore-Einsatz zu bekommen. Da macht auch monate-/jahrelange Berieselung mit Salzwasser nichts aus (im deutschen Winterbetrieb ein nicht zu unterschätzender Vorteil).

Matthias
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