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#1265963 - 13.02.17 20:51 Schwarzwald im Herbst
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5060
Dauer:7 Tage
Zeitraum:30.9.2016 bis 6.10.2016
Entfernung:600 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland

Schwarzwald im Herbst

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^


Eine Radreise vor der Haustür


^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

7 Tage, ca 600 km ca 14400 hm

Start: Karlsruhe Endpunkt : Karlsruhe


Reisende mgabri und natash

Fahrräder: reisetaugliche Mountainbikes älteren Datums mit abgespecktem Gepäck



Schwarzwald – für viele ist das eine Melange aus dunkelen Tannen, röhrenden Hirschen, Kuckucksuhren, Schwärzwälder Kirschtorten und Bollenhutmädeln beim sittsamen Kirchgang.



Ich habe selbst Kindheitserinnerungen, die den Schwarzwald auf Schlittenfahrten am Kaltenbronn, Skifahren in Enzklösterle oder gar auf dem Feldberg und Besuche solcher Rummelplätze wie den Mummelsee (Nordschwarzwald) oder den Schluchsee (Südschwarzwald) reduzieren.
Soweit reichten nämlich die sonntäglichen Ausflüge meiner Großeltern, bei denen immer ein besonders wohl gelittenes Enkelkind mitkommen durfte. Das war manchmal auch ich.

Und tatsächlich strahlt der Schwarzwaldtourismus auch heute noch, sofern es sich nicht um sündhaft edele Wellnesstempel handelt, in vielen Fällen den vollen Charme der 70ger Jahre aus.
Mancherorts sind alterhrwürdige Beherbergungsanlagen stark abgeschabt, andere gar verfallen. Das ist vor allem im Norden so, wo sich der Tourismus vor allem auf Wochendbesucher aus der Region beschränkt, die ansonsten lieber in Spanien Urlaub machen, oder in den Anden oder in Südafrika.

Interessant wird es, so finde ich, dort, wo weder Kukucksuhren aus Plastik noch Schnapsflaschen mit Bollenhüten verkauft werden und wo der nächste Wanderparkplatz längst ausser Spazierwegweite liegt.



Weil wir ziemlich genau am Nordrand des Schwarzwalds wohnen, sind wir mit etlichen Flecken des Nordschwarzwalds gut vertraut- Ziel der Tour war es, all die Ecken kennen zu lernen, die wir bei normalen Wochendausflügen nicht anfahren, weil sie für eine Rundtour ohne Bahnunterstützung zu weit entfernt liegen.
Zu diesem Zweck haben wir den Schwarzwald von Norden nach Süden und wieder retour in vielleicht unorthodox erscheinenden Schlenkern gequert, die uns immer wieder quer zu den Flußtälern geführt haben, was mit einigen Höhenmetern aber auch wunderbaren Landschafteindrücken verbunden war.



Auf Campinggepäck haben wir diesmal verzichtet, weil wir für eine winzige aber dafür höhenmeterreiche Woche, die nicht nur Asphaltstrecken im Programm haben sollte, kein Campinggeraffel mit schleppen wollten.
Für eventuelle Übernachtungen in Wandererhütten, wie wir sie aus dem Nordschwarzald kennen, die aber leider im Süden weniger oft anzutreffen waren, hatten wir jedoch Schlafsäcke und Schlafmatten im Gepäck.

Und dass der Herbst auch in einem nadelwalddominierten Mittelgebirge mit prächtigen Farben aufwarten kann, sieht man schon alleine an den wunderbar verfärbten Heidelbeerblättern, die einem an vielen Stellen entgegenleuchten.



Pfinztal- Gräfenhausen-Neuenbürg-Calmbach-Bad Teinach-Nagold-Glatten-Loßburg-Alpirsbach



Zum Einrollen geht es zunächst auf dem vor unserer Haustür entlangführenden Pfinztalradweg, den wir in Keltern verlassen , um quer über das Pfinzgaugehügel mit einer steilen und rauschen Abfahrt ins Enztal zu gelangen. Hier geht es dann auf dem Enztalweg weiter, das wir dann durch das ansteigende Würzbachtal in Richtung Bad Teinach verlassen.
Im Ortsteil Zavelstein kann man zu Ostern die berühmte Krokusblüte bestaunen, die jedoch jetzt im Herbst kein Thema ist.
Im Würzbachtal kommen wir dann an der der zweiten Forellenzucht des Morgens nicht vorbei, hier genehmigen wir uns in angenehmem Ambiente Forelle und Saibling, die hervorragend munden.

So gestärkt wechseln wir ins Nagoldtal



welches wir hinter Nagold erneut verlassen, um ins Kinzigtal zu queren

Bei all den Talquerungen gibt es nette und gelegentlich auch kuschelige Anblicke



was uns mit der Tatsache versöhnt, dass es zwischendurch stark eintrübt, wohingegen durchziehende Regenschauer uns immer in gemessenem Abstand voraus eilen, so dass wir im Gegensatz zu den von uns befahrenen Untergründen weitgehenst trocken bleiben,



Abends gelangen wir dann in den Klosterort Alpirsbach, wo wir uns den gleichnamigen Gerstensaft schmecken lassen.




Alpirsbach-Hinterlehengericht-Tennenbronn-Schwarzenbach-Sankt Georgen-Vöhrenbach-Hammereisenbach

Nach wenigen Kilometern auf dem Kinzigtalradweg geht es wieder hinauf und auf einsamen, beschaulichen, aber auch steilen Wegen über Wiesen und Wald





Den größeren Ort Schramberg lassen wir mit einem großzügen Schlenker in sichtbarer Entfernung liegen und genießen die Stille, bis uns in Tennenbronn ein mittäglicher Apetit befällt, den wir in der örtlichen Bäckerei vorrübergehend besänftigen können



Danach kommen wir, wieder bergan fahrend, an schwarzwaldtypischen Szenarien vorbei




bevor wir nachmittags in St. Georgen einfahren.

Darauf erfolgt eine Querung von der Brigach an die Breg




und wir beschließen uns in Vöhrenbach nach einer Unterkunft umzuschauen.

Die einzige geöffnete ist jedoch bereits überfüllt. Die nette Wirtin besorgt uns freundlicherweise ein Zimmer in Hammereisenbach, wo wir dann passend zum Abendessen einfahren.

Das Haus entfaltet den vollen verblühten Charme der anfangenden 60ger Jahre – aber es existiert, was man von den zahlreichen längst aufgegebenen Gasthöfen und Pensionen der Umgebung nicht behaupten kann und wir fühlen uns wohl. Auch die Qualität des Essens ist über jeden Zweifel erhaben




Hammereisenbach-Rötenbach-Schluchsee-St.Blasien-Todtmoos

Nachdem am Tag zuvor gelegentliche Schauer durchgezogen sind, die aber kaum Anlass dazu gaben, die Regenjacke anzuziehen, beginnt dieser Morgen bereits feucht.

Wir fahren durch dampfige Nebelschwaden zunächst bergauf auf einer absolut autoleeren Straße, bis wir im nächsten Ort in den Wald abbiegen, wo es nach Tannenadeln duftet und sich zarte grüne Mooskissen mit verfärbten Heidelbeerbüschen und Heidegewächsen ein Stelldichein geben.

Insgesamt schlägt unsere Route viele Haken, wir sind überwiegend im Wald und auf Weiden auf unbefestigten Wegen unterwegs und wir treffen, obwohl es sich um einen sonntäglich Herbsttag handelt, nur wenige Menschen.
Später kommen wir durch eine hübsche Schlucht, auch einen Wasserfall gibt es und die Sonne zeigt sich ebenfalls.



Bevor wir dann zum Schluchsee abfahren, erwischt uns ein ausgiebiger Regenguss, den wir in dem Vorraum einer Skihütte aussitzen



Am Schluchsee ist es dann vorbei mit Natureindrücken und Einsamkeit.
Hier paradieren Menschenmassen am Seeufer entlang, auf der Straße ziehen wahre Autokolonnen aus ganz Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern vorbei und man kann ausgesprochen nützliche Dinge wie einen Schwarzwaldmädelschlüsselanhänger oder einen Rothaus- Flaschenöffner erwerben. Auch die unvermeidlichen Schneekugeln gibt es.
Dafür, dass jeder behauptet dieses Zeug zu verabscheuen, wird es jedoch recht gut verkauft. Sicherlich brauchen die meisten ein Geschenk für das nächste Schrottwichteln in der Vorweihnachtszeit. Dann fängt es auch noch an nach Frittenfett zu stinken.
Wir ergreifen schnell das Weite und gelangen über Häusern und einen schönen Waldweg




nach Sankt Blasien, wo wir dem Dom einen Besuch abstatten, der in seiner weißen Marmorpracht sehr imposant aussieht



Von hier aus fahren wir albaufwärts über weitere Waldwege,bevor wir uns auf die nach Todtmoos abzweigende Straße begeben, auf der der sonntägliche Verkehr jedoch sehr übersichtlich ist.



Wir zweigen kurz ab zu einer Hütte des Schwarzwaldvereins, die ist jedoch geschlossen und auf der zugigen Veranda wollen wir nicht nächtigen. Die Temperaturen sind mittlerweile rapide gefallen, dafür sind jedoch sämtliche Regenwolken verschwunden. Auch ist es sehr windig.





Eine rauschende Abfahrt bringt uns nach Todtmoos, wo wegen des kommenden Feiertags alle Zimmer belegt zu sein scheinen, nach längerer Sucherei werden wir jedoch fündig und machen noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort, bevor ich mein Telefon zücke, um hoheitsvoll meine Geburtagswünsche entgegen zu nehmen.





Todtmoos-Zell im Wiesental-Kandern-Marzell-Neuenweg-Schönau


Am nächsten Morgen hängt der Nebel weich und wattig in den Hängen, während wir uns in der Stille des Morgens aufwärts schrauben. Der Blick zurück entbehrt nicht einer gewissen Romantik




Wir haben für den Tag, der immerhin ein Feiertag ist, beschlossen alle bekannteren Ecken der Region, wie den Feldberg, der Titisee u.ä. zu meiden. Uns ist nicht nach Menschenaufläufen und die von mir geplante Route führt im Zickzackkurs über kleine Straßen und Wege durch Wald und Wiesen durch uns völlig unbekanntes Terrain.

Die Abfahrt ist sensationell schön, wir bewundern in aus den angenehm geschwungenen Serpentinen Steilhänge, Felsen und Wasserfälle.

Dann folgt eine Auffahrt, die mit knackigeren Steigungsprozenten brilliert, aber das sind wir mittlerweile schon gewohnt und die Nebelschwaden weichen den angenehmen Strahlen der goldenen Herbstsonne.



Genau so liebe ich herbstliche Touren - auf ruhiger Strecke bei wunderbar warmem Licht durch eine schöne, abwechslungsreiche Landschaft zu rollen ist meine Vorstellung von einem perfektem Tag. Dieser hier verspricht ein solcher zu werden. schmunzel

Wir sind dann in weitgehender Einsamkeit auf einer schmal geschwungenen Straße unterwegs, wo wir wunderbare Blicke in die Umgebung genießen können.



Später erhascht man hier und da einem Blick auf die Schweizer Alpen



bevor es ins Wiesental geht. Von hier verschwinden wir zunächst im Wald bevor wir uns dem Fuße des Belchens nähern, weil wir hoffen hier eine Unterkunft zu finden.
Das Wandererheim hat geschlossen, ein höher gelegener Gasthof hat auf Ferienwohnungen umgerüstet und wir müssen nach Schönau, ein Ort, der vor allem durch seine Stromrebellen bekannt wurde, abfahren, um einen Übernachtungsplatz zu finden, was auch dort gar nicht so einfach ist, weil sämtliche Etablissements geschlossen, desinteressiert, vorübergehend verwaist oder Wellnesseinrichtungen gehobenen Standards sind, die die Möglichkeiten unseres Geldbeutels übersteigen. In einer netten, christlichen Pension werden wir jedoch aufgenommen.

Schönau-Aitern-Belchen-Muggenbrunn-Notschrei-Schauinsland-Oberried-Kirchzarten-Sankt Peter

Bei sonnigem, aber kalten Wetter, nehmen wir nun den Belchen in Angriff.
Die Straße bis zum Lift ist vollkommen ausgestorben und wir machen uns an die weitere Auffahrt über den Versorgungsweg, wo außer uns nur noch ein Trupp Forstarbeiter unterwegs ist, mit dem wir freundliche Grüße austauschen.

Die Auffahrt ist der reine Genuß schmunzel



Auch oben sind nur wenige Menschen unterwegs, die sich mit uns gemeinsam an der wundervollen Herbsttimmung erfreuen









Am Belchenhaus, in dem wir uns aus Anlaß von Michas Geburtstag jeder ein großes Stück Heidelbeerkuchen genehmigen, treffen wir einen MTBiker, der nur mit einem Wanderrucksack ausgerüstet den Westweg abfährt. Wir haben da vergleichweise recht viel Gepäck dabei.



Nach einer Abfahrt, die bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt sehr erfrischend ausfällt, ich muß danach kurz meine Hände wieder beleben, folgen wir einem sehr hübschen, als Radroute ausgewiesenen Feldweg, der sich Wald und Wiesen entlangschlängelt



während die Sonne für leicht steigende Temperaturen sorgt. Die Strecke ist abermals sehr angenehm mit schönen Ausblicken.




Auf der Straße geht es dann nach Notschrei, wo wir zum Schauinsland abbiegen, dem wir uns über einen breit ausgebauten Wanderweg nähern



auf dem es ein paar Stufen gibt, für die ich dann leider doch absteigen muss.

Oben genießen wir kurz die Aussicht, hier ist deutlich mehr Betrieb als auf dem Belchen



und fahren ins Dreisamtal ab, wo wir uns einen nachmittäglichen Gerstensaft gönnen,

bevor uns ein erneuter Talwechsel



in Richtung Glottertal bringt.

Bereits in St Peter lassen wir uns jedoch nieder und besichtigen dort noch die berühmte Klosteranlage.


Sankt Peter-Kandel-Waldkirch-Keppenbach-Freiamt-Dörlinbach-Welschensteinach-Zell am Hamersbach-Oberharmersbach


Nun geht es zunächst einmal auf den Kandel, was bei den morgendlichen Temperaturen ein sehr erfrischendes, ansonsten aber sehr geruhsames Vergnügen ist.
Das Wetter wird nun leider wieder unbeständiger, in der Ferne sehen wir Wolken aufziehen, Richtungs Nordschwarzwald soll sogar richtig schlechtes Wetter kommen. Wir ziehen also dem Regen entgegen, hoffen aber, dass uns noch einige Sonnenstunden vergönnt bleiben.



Der Kandel ist schnell erreicht, leider ist die Gipfelgastronomie sämtlich verwaist, so dass ein Schluck kaltes Wasser einen heißen Kaffee ersetzen muss. Hübsche Ausblicke hat man auch hier.






Zur Abfahrt ist die Straße wegen Holzfällarbeiten gesperrt, wir beschließen es trotzdem zu probieren, zur Not kann man immer noch in den Wald ausweichen. Geflissentlich ignorieren wir das zweite Schild der Aufschrift: „Biker, das gilt auch für Dich!“.

Während wir uns vorsichtig den Arbeiten nähern, sprechen wir den ersten Waldarbeiter an, ob es ein freundliches Vorbeikommen gäbe. Der zeigt sich gnädig und verrät uns den Einstieg in einen Waldweg, der als Alternative zur Straße durchaus tauglich ist.

In Waldkirch angekommen müssen wir erst einmal unsere steif gefrorenen Glieder auftauen. Es ist Markttag, in der hübschen Innenstadt ist ordentlich Betrieb und wir mischen uns unters Volk und belegen einen Sonnenplatz für ein wohltuendes Heißgetränk. Auch eine kleine Wegzehrung erstehen wir noch, bevor wir das Elztal auf sehr beschaulicher Strecke wieder verlassen






wobei wir auf ruhiger Route Richtung Kinzigtal navigieren, womit wir wieder im Bereich des Nordschwarzwalds angelangt wären.

Wald und Streuobstwiesen wechseln sich ab, der schwere Geruch überreifer Äpfel mischt sich mit dem nach Heu und Erde, das Wetter zeigt sich weiterhin freundlich.




In Oberharmersbach beenden wir unseren Tag, nachdem wir die Idee verworfen haben, wegen der kippenden Wetterlage einfach bis nach Hause durchzufahren. Vielleicht haben wir ja noch einen Tag Glück.






HIER GEHTS WEITER

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Oberharmersbach-Oppenau- Allerheiligenkloster-Ottenhöfen-Kappelrodeck-Sasbachwalden-Bühl-Baden-Baden-Kuppenheim-Muggensturm-Malsch-Ettlingen-Durlach

An unserem letzten Tag trübt es, wie erwartet, stark ein. Wir werfen ein paar geplante Schlenker in den Wald aus dem Programm und nehmen einen erneuten Talwechsel in Angriff.
Auf dem Weg kann man einen der wichtisten Wirtschaftszweige des Schwarzwalds erahnen



Der weitere Straßenverlauf ist wegen Bauarbeiten für den motorisierten Weg gesperrt, wir dürfen jedoch passieren und haben nach einigen erquicklichen Kilometern die Kuppe zur nächsten Talabfahrt erreicht, wo ein sinniger Spruch in einer Wandererhütte erfreut



bevor es es weiter geht, wobei nicht zu übersehen ist, dass die höheren Lagen bereits in den Wolken hängen



Oppenau, in Radlerkreisen bekannt und beliebt durch die Oppenauer Steige erreichen wir die letzten Kilometer auf der Bundesstraße abwärts fahrend.



Die Allerheiligenstraße zum gleichnamigen Kloster ist ebenfalls wegen Bauarbeiten gesperrt.
Wir nehmen sie dennoch und werden von den werkelnden Straßenarbeitern gnädig akzeptiert, wohingegen uns folgende Autos wieder umkehren müssen.

Nach einigen Höhenmetern erreichen wir die Allerheiligenwasserfälle



die leider ebenfalls wegen Wegearbeiten gesperrt sind. Wir können jedoch immerhin weit genug hoch laufen um einen Teil der Wasserfälle zu bewundern.




Weiter aufwärts fahrend erreicht man dann kurz darauf die Ruine des Allerheiligenklosters, die an diesem trüben Wochentag vollkommen verlassen da liegt



Weil die schwarzen Regenwolken langsam näher rücken, beschließen wir über die Weinberge der Ortenau nach Bühl abzufahren und die höheren Lagen Regen und Wind zu überlassen.

Schon bei Kappelrodeck schwillt der Verkehr so stark an, dass wir in die Weinberge fliehen



wo wir Zickzack fahrend nicht nur an einem der berühmten Schnapsbrunnen



sondern auch an sämtlichen bekannten Weinlagen vorbeikommen.

Die Lese der Rotweintrauben ist in vollem Gang und wir müssen um vollgefüllte Traubenbottiche und fleißige Helfer herumnavigieren.

In waldigeren Abschnitten ist der Boden übersäht mit Maronen, einige der stacheligen Gesellen packe ich für eine abendliche Verkostung schnell ins Gepäck

.


Dann geht es weiter durch Weinberge abfahrend der Rheinebene entgegen, wobei man die herausgeputzten Fachwerkdörfer der Region passiert



Fast noch reizvoller ist es, wenn man an dieser Stelle andersherum und bergauf fährt, weil sich dann die Höhenlagen des Schwarzwalds mit ihrer eher rauhen Klimazone sehr einprägsam über den mediteran wirkenden Weinbergen präsentieren.
Beides lassen wir nun im Rücken und treten über den Rheintalradweg den schnellen Heimweg an.



^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^


Fazit: Eine schöne, angenehme Tour auf ein paar bekannten und vielen unbekannten Wegen durch das Mittelgebirge vor der Haustür. Das ist gerade das richtige für eine schöne Herbstwoche, die auch mit ein paar Höhenmetern gespickt sein darf.
Natürlich kann man den Schwarzwald auch auf ebeneren Strecken durch die Flußtäler erkunden. Auch ein Befahren der Schwarzwaldhochstraße ist möglich und nicht unendlich schwer, allerdings kann man hier durchaus auch einiges an Verkehr erwarten. Ich meide sie deshalb oftmals eher, vor allem wochenends.

Ich selbst finde gerade die Verbindungswege zwischen den Flußtälern sehr reizvoll, weil ich einsame, landschaftlich schöne Strecken über Streuobstwiesen, durch moosbewachsene Wälder und an schroffen Felsen vorbei, sehr schätze. Weil die meisten Schwarzwaldtäler eher eng verlaufen, ist das jedoch mit der ein oder anderen Anstrengung verbunden, was jedoch in jedem Fall sehr lohnenswert ist. Probiert es doch einfach einmal aus.


^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Nun bin ich mit unserem kleinen Ausflug am Ende und ich hoffe der ein oder andere verspürt nun ein wenig Lust in den Schwarzwald aufzubrechen.

Den Track der gefahrenen Strecke habe ich nicht, nur einen der geplanten mit im nachhinein zusammengebastelten Änderungen, die nicht ganz mit der gefahrenen Strecke übereinstimmt.
Eventuell kann ich das noch richtig später nachreichen. Für einen Eindruck langt es:

Schwarzwaldtour

Viel Spaß damit schmunzel


Geändert von natash (19.03.17 19:27)
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#1266336 - 15.02.17 20:54 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5060
Es hängt nun ein wenig mehr dran.
Auch wenn es sich um den bescheidenen Bericht, einer bescheidenen Reise handelt, benötige ich doch ein wenig Zeit in der Zusammenstellung.
Ich bitte um Nachsicht.
Gruß

Nat

Geändert von natash (15.02.17 20:54)
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#1266341 - 15.02.17 21:06 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
indomex
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 652
Schöne Bilder. Dafür warte ich gerne...
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1266375 - 16.02.17 06:30 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
wal
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 523
freue mich auf Fortsetzung, denn eure Schwarzwaldtour regt zur Nachahmung an. Schöne Bilder bisher.
Gruß, Waltraud
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#1266527 - 16.02.17 20:58 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: wal]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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abwesend abwesend
Beiträge: 5060
Und wieder ein winziges Stückle mehr. Ich weiß aber nicht, ob das Lesen schon lohnt, da würde ich noch ein wenig abwarten

Gruß

Nat
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#1267901 - 26.02.17 21:08 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5060
Ich bin mal wieder ein Stückele weiter gekommen.

Weil die Reise ja nur ein kleiner Ausflug war, ist das Ende immerhin bald in Sicht schmunzel.
Vielleicht macht es Euch ja Lust auf kleine, herbstliche Spritztouren.

Gruß

Nat
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Off-topic #1267916 - 27.02.17 00:12 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 16413
Ich les das gerne. Erinnert mich an unsere Nord-Süd-Tour mit den Jungs (13 + 15) damals 1998.

Wir haben ja bekanntlich alle unsere Seltsamkeiten. Allerdings sind die bei mir offenbar anders zusammengestellt als bei anderen. Diese Vieleleutephobie geht mir ab. Feldberg muß nicht sein, klar. Aber vor allem, weil ich da schon mehrfach war, zu allen Jahreszeiten, auch min Ratt bis oben und hinten hin.

Aber damals, bei der Macken+Spleen-Ausgabe hab ich offenbar zu anderen Angeboten gegriffen. Die vielen Leute als solche sind mir egal. Ja, wenn ich das richtig einordne, habe ich gerade die gegenteilige Macke. Ich fahre in unregelmäßigen Abständen nach Venezia rein und beobachte das Zeigen-und-Gesehenwerden, nicht etwa die Stadt.

Und ja, ich wage es hier im Forum ja kaum zu outen: ich kann Schotter&Co nicht ausstehen.

Wäre aber dankbar, wenn mir zugestanden werden würde, daß in der Summe meine Verrücktheiten quantitativ und qualitativ nicht aus dem Rahmen fallen.

schmunzel zwinker cool
------------------------------------------
Gruß Andreas
Solitude

Geändert von iassu (27.02.17 00:15)
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#1267985 - 27.02.17 11:56 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: iassu]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 5060
Ich mags einfach nicht,wenn Naturschauplätze zu Rummelplätzen degradiert werden.
U.a. der Schwarzwald ist mein freizeitliches Refugium der Ruhe um Kraft für den Alltag zu tanken.
Da will,zumindest ich,lieber Tannenadeln riechen statt Autoabgase,das Rauschen der Baumwipfel hören statt SWR 4 Gedudel und die Färbung des Heidekrauts bewundern und nicht die bunten Fetzen weggeworfener Plastikverpackungen.
Dass die Mehrheit das anders sieht kann man schon alleine an der Beliebtheit massentouristischer Ziele ablesen.
Auch kulturintensive Städtetouren,so interessant sie sein mögen,sind mir im Regelfall zu stressig.
Da haben verschiedene Menschen eben verschiedene Bedürfnisse,die gewiss teils auch alltagsabhängig sind.
Gruß
Nat
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#1268046 - 27.02.17 19:59 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
stefan1893
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 14
Sagen wir es mal so - je mehr Leute diese Ruhe suchen, desto weniger gibt es irgendwann von ihr. zwinker

Ich war mit Freunden vorletztes Jahr an einem sonnigen 2. Weihnachtstag auf einer Wanderung bei Bad Wildbad. Es waren wirklich viele Menschen unterwegs, und auf den Pfaden musste man sich permanent ausweichen. Irgendwann höre ich eine Frau nörgeln "Also wenn hier nicht so viel los wäre, wäre es viel schöner hier." Da habe ich nur noch gedacht: "Ja, wenn du jetzt nicht hier wärst, wäre es tatsächlich ein bisschen leerer und schöner." zwinker
Grüße, Stefan

Geändert von stefan1893 (27.02.17 20:06)
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#1268053 - 27.02.17 20:38 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: stefan1893]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 5060
Da hast Du freilich Recht.
Da jedoch viele die Ruhe ohne Anstrengung genießen wollen, finden sich immer noch ausreichend besinnliche Stellen für Radfahrer und Wanderer, sofern sie nur weit genug vom nächsten Wanderparkplatz oder der Seilbahnstation entfernt liegen - sogar rund um Bad Wildbad findet man sie an einem schönen Sonntagnachmittag :), die liegen dann jedoch etwas abseits. Ich mag abseits gelegene Stellen, die andere vielleicht als uninteressant abtun.

Manchmal treiben einen aber auch andere Dinge an.
Der Weg zur Grünhütte z.B ist an einem sonnigen Feiertag selbstverständlich nie leer, aber das kann man dann für einen leckeren Heidelbeerpfannkuchen schon auch mal in Kauf nehmen zwinker. Gelegentlich verschiebe auch ich mal meine Prioritäten lach .

Gruß

Nat
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#1268469 - 01.03.17 21:38 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5060
Ein weitere tag wäre nun geschafft, für die, für die das von Interesse wäre.

Gruß

Nat
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#1268489 - 01.03.17 23:12 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Friedrich
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1651
Mach's nicht so spannend - lass mal schauen zwinker.
Fritz
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#1268796 - 03.03.17 12:13 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
TobiTobsen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 385
Schöner Bericht mit farbenprächtigen Bilder! schmunzel


Da ich dieses Jahr aus Zeit und Geld mangel keine ausschweifende Tour im Ausland machen kann. Steht auch eine Tour von der Haustür in den Schwarzwald als Option bei mir an. Wollte ich schon immer mal hin. Aus anderen Berichten sind mir die vielen Schütz-/Wanderhütten bekannt. Perfekt zum nächtigen, braucht man nicht mal das Zelt aufzustellen.


Sind mit "Schneekugeln" die esssbaren "Schneeballen" gemeint, die es auch in Rotenburg zu kaufen gibt? verwirrt
.

Geändert von TobiTobsen (03.03.17 12:14)
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#1269157 - 05.03.17 21:32 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: TobiTobsen]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 5060
In Antwort auf: TobiTobsen



Sind mit "Schneekugeln" die esssbaren "Schneeballen" gemeint, die es auch in Rotenburg zu kaufen gibt? verwirrt

Nein,ich meinte diese Plastikdinger,in denen eine darin eingebettete Sehenswürdigkeit ,da gibts alles von der venezianischen Gondel zum Schwarzwaldhaus, durch kurzes Schütteln in ein Objekt im Schneesturm verwandelt werden kann.
Ein klassischer Artikel für den Souvenirbedarf.
Die Schneeballen wären immerhin essbar.
Wie gesagt gibt es einige wenige rummelige Orte. Die,wenn man das nicht mag,problemlos ausgelassen werden können.
Gruß
Nat

Geändert von natash (05.03.17 21:33)
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#1269269 - 06.03.17 13:14 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
TobiTobsen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 385
Aaaah ok, jetzt weiß ich was du meinst! Die Teile gibt es noch! lach

Die anderen Schneeballen wären mir lieber, wenn man sie dort verkaufen würde, sind sehr lecker...
.
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#1269776 - 08.03.17 21:22 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: TobiTobsen]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5060
Sodele zusammen,

ich habe es nun endlich geschafft diesen langwierigen Bericht fertig zu stellen.
Es handelt sichlediglich um eine nette, kleine Tour in der Nachbarschaft.
Das bietet zwar keinerlei Exotikfaktor, aber schön und lohnenswert ist es allemal.
Es sind außerdem noch xxxxy -Varianten einer solchenTtour möglich schmunzel

Gruß

Nat
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#1269779 - 08.03.17 21:29 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Tine
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1903
Kannst Du mal Deine grünen Zacken rausnehmen? Oder was auch immer sonst "den Rahmen sprengt"? Doppelte Bildschirmbreite hab ich leider nicht. träller

Ansonsten: Sehr schöner Bericht, danke - auch wenn ich ja schon die Bilder "in echt" dazu gesehen hatte, sie gefallen mir immer noch. schmunzel

Grüße,
Tine
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Bitte beteiligen: Wegbeschreibungen ergänzen oder korrigieren, Track verbessern oder verifizieren. Siehe auch: Radreise-Wiki-Handbuch.
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#1269783 - 08.03.17 21:36 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: Tine]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 5060
Hab ein paar Zacken aus der Krone gebrochen, ich hoffe das langt schmunzel

Gruß

Nat
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Off-topic #1269784 - 08.03.17 21:36 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Tine
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1903
Yep. grins
Tracks oder Wegbeschreibungen vom Radreise-Wiki genutzt?
Bitte beteiligen: Wegbeschreibungen ergänzen oder korrigieren, Track verbessern oder verifizieren. Siehe auch: Radreise-Wiki-Handbuch.
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#1269807 - 08.03.17 23:21 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Friedrich
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1651
In Antwort auf: natash
Es handelt sichlediglich um eine nette, kleine Tour in der Nachbarschaft.
Das bietet zwar keinerlei Exotikfaktor, aber schön und lohnenswert ist es allemal.

Das hört sich fast nach schlechtem Gewissen an zwinker.

Ich finde es sehr reizend auch weniger Exotisches "serviert" zu kriegen - es müssen ja nicht immer Eindrücke von der Seidenstraße oder aus dem Rifgebirge mit Zutaten aus einem marrokanischen Souk sein grins .
Fritz
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#1269879 - 09.03.17 12:06 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: Friedrich]
natash
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Ein schlechtes Gewissen habe ich sicherlich nicht. Ich selbst möchte für eine Woche Urlaub ungerne allzuweit anreisen. Ich bevorzuge insgesamt Touren die daheim starten. Daß ich da die Strecken schon kenne,stört mich nicht.
Andere haben andere Gewichtungen.
Dass die Ausführlichkeit des Berichts in keinem Verhältnis zur Reisetätigkeit steht, mag jedoch manchem befremdlich abmuten. Aber der schaut hier ohnehin nicht rein. Das passt schon.
Gruß
Nat
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#1269910 - 09.03.17 13:52 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Friedrich
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Sehe ich auch so - passt scho ... zwinker.
Fritz
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#1269918 - 09.03.17 14:52 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
veloträumer
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Hallo Natalie,
habe Dank für den Bericht und die schönen Bildeindrücke! Schwarzwald macht immer Spaß. Da es auch auf dieser Tour den einen oder anderen Übergang gibt, der mir nicht bekannt ist, die Frage, waren das alles fahrbare Pisten oder seid ihr auf echte "Trails" gelangt?

Von besonderem Interesse wäre für mich der Übergang Wieden - Muggenbrunn, den ich wohl fahren wollte, aber nicht gefunden hatte (in umgekehrter Richtung). War der brauchbar für Reiserad? - Ich bin da zunächst wenig nördlich vom Camping durch das reizvolle Trubelbachtal (kann man auch zum Notschrei rauf), hatte dann aber an zwei Verzweigungen um die richtige Richtung zu kämpfen und kam zum Schluss auf einen Wanderpfad der als "umgeleiteter" Westweg bezeichnet war. Ich konnte auf die Straße zum Wiedener Eck schauen (Ostflanke von Wieden), aber durch Wiesen weit getrennt, zur anderen Seite ein Bauernhof mit Straßenanschluss, der aber durch Zäune abgeschirmt war. So schob ich das Rad dort drumrum, zur anderen Seite lag hinter dem Berg das Wiedener Ecke und gelangte erst wieder einiges später auf die Stichstraße zu dem Bauernhof, die letztlich ins Münstertal mündet, dann bereits zur Westseite vom Wiedener Eck. Eigentlich hatte ich vor in Wieden auf die Straße zu gelangen - aber so verkehrt war es auch wieder nicht, ich wollte ohnehin zum Dr. Faustus. lach

Noch ein mäßigende Anmerkung zu den touristischen Hotspots im Schwarzwald: Die lassen sich ja für Radfahrer recht schnell passieren, ein große Ausdehnung haben die nicht - nicht mal am Mummelsee. Auch am Schluchsee ist man schon mit wenigen 100 m schnell vom Rummel weg und hat recht geruhsame Waldstrandbuchten. Der Rummel begrenzt sich ja auf Parkplätze, ein paar Gasthöfe und ggf. noch auf die Anlegestellen für Bötchen und Segler etc. Der Schluchsee ist da im Vergleich zum Titisee auch einiges geruhsamer und weitläufiger, ein paar Segelboote sind für mich eher ein Stück "Romantik" auf dem See, der i.Ü. ja auch ein Stausee aus Menschenhand ist. Während ich gerne bei Unter-Aha einen Waldstrand besuche, war ich in Schluchsee (Ort) auch schon auf dem Camping - abends sind da die Bürgersteige hochgeklappt und steppende Bären kaum zu sehen. Wie du schon selbst in Bezug auf den Nordschwarzwald angedeutet hast - und ihr am Beispiel Schönau erlebt habt (war mal dort auf dem Camping) - gibt es auch im Südschwarzwald eher zu wenig als zuviel (Urlaubs)Tourismus. Der Tagestourismus hingegen bringt schon mal viel Unruhe, allerdings leben auch Leute im Schwarzwald - ist also weit mehr als nur "Erholungspark" für gestresste Städter.

P.S.: Fast wären wir uns ja über den Weg gefahren, aber ich war wohl etwas früher an einigen dieser südliche Wegepunkte. schmunzel
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1269927 - 09.03.17 15:36 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
kettenraucher
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Zitat:
Fazit: Eine schöne, angenehme Tour auf ein paar bekannten und vielen unbekannten Wegen durch das Mittelgebirge vor der Haustür. . ... Nun bin ich mit unserem kleinen Ausflug am Ende und ich hoffe der ein oder andere verspürt nun ein wenig Lust in den Schwarzwald aufzubrechen.

Ja, so ist es. Gnadenlos grandios. Großartig. Die hundert Ausrufezeichen spare ich mir, weil sie im Text einfach scheizze aussehen. schmunzel
Allen gute Fahrt und schöne Reise.
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#1269941 - 09.03.17 17:35 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Jim Knopf
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Hallo Natalie,

vielen Dank für den tollen Bericht mit erstklassigen Bildern. Der Bericht ist so geschrieben, dass ich in Gedanken mit dabei war. Warte nun noch ungeduldiger auf den Frühling, damit ich hier das Harzvorland mit meinem Scorpion unsicher machen kann.
Gruß,

Jürgen
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#1270137 - 10.03.17 18:39 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Nordlicht
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Moin Nat,

der Bericht gefällt mir, schön zu lesen und richtig tolle Bilder.

Am Schluchsee macht ja noch nicht mal Spaß, mit dem Mopped lang zu fahren. gähn

Da meine Qualitäten als "Bergziege" nicht so ausgeprägt sind - den Geigersberg komm ich nicht hoch grins , würde ich doch die erwähnten falcheren Routen bevorzugen, auch wenn man da nicht so tolle Fernblicke hat.
Gruß Jens

Geändert von Nordlicht (10.03.17 18:41)
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#1270155 - 10.03.17 21:14 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: veloträumer]
natash
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Hallo Matthias,

die meisten unserer Strecken sollten auch mit Deinem Rad fahrbar sein, vor allem dann, wenn Du vorher profilierte Reifen drauf machst. Ich habe selten mal kurz geschoben, weil mir wegen ausgewaschenen Wegen, Matsch oder Tiefschotter bei nicht unerheblicher Steigung mal ein Rad weggerutscht ist etwa. Das war aber nur so 3-4 mal für wenige kurze Minuten der Fall. Micha ist, bis auf die Stufen am Schauinsland, alles gefahren.
Die Strecke vom Wiedene Eck nach Muggenbrunn geht sehr schön auf schottrigen Wald- und Wiesenwegen entlang und war ähnlich zu befahren wie eine der breiten Forstwege, wie sie hier im Nordschwarzwald z.B. rund um den Kaltenbronn zu finden sind.

Das hier



war ein Teil der Strecke. Ich vergebe ihr 4 Genußsterne schmunzel

Gruß

Nat
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#1270302 - 11.03.17 23:07 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
iassu
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Beiträge: 16413
Bei dem Geröllfeld als Weg? lach
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Gruß Andreas
Solitude
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#1270392 - 12.03.17 16:52 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: natash]
Tauchervater
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Beiträge: 550
Sehr schöne Radtour, macht Appetit.

Herzliche Grüße aus Hamburg

Lutz
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#1270407 - 12.03.17 19:29 Re: Schwarzwald im Herbst [Re: iassu]
natash
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Ja lach
Geröllfelder gabs auf der Strecke keine.
Gruß
Nat

Geändert von natash (12.03.17 19:30)
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